Schule ohne Bauchweh

Die Esslinger Schullandschaft ist zunehmend, zerfahren, konzeptionslos und auf dem Weg zurück zum 3 Klassen-Schulsystem. Verantwortlich für das Chaos sind die wechselnden Landesregierungen von CDU, SPD, FDP und Grünen.  Vor allem auf Betreiben der CDU wurden die wenigen fortschrittlichen Ansätze mit der Gemeinschaftsschule wieder weitgehend rückgängig gemacht. Derzeit konkurriert ein heilloses Wirrwarr von Schulformen miteinander: Reste der gescheiterten  Werkrealschule, Gemeinschaftsschulen, Realschulen, Gymnasien, Gemeinschaftsschule mit Gymnasialer Oberstufe, G8 und G9 Gymnasien usw.

Wir haben bei  FÜR Esslingen eine Diskussion darüber begonnen, wie eine Schullandschaft aussehen müsste, die für die Jugend bestmögliche Entfaltungsmöglichkeiten bietet.

Als erstes braucht es – wie in Finnland-  viel kleinere Klassen mit maximal 14 Schülern mit einem Lehrer und einem zusätzlichen Betreuer. Wir sind für Gemeinschaftsschulen in denen mindestens 9 oder 10 Jahre gemeinsam gelernt wird, mit anschließender Oberstufe,  die möglichst viele Schüler durchlaufen sollen

In den Klassen soll das Geschwisterprinzip gelten, wo die Besseren die Schwächeren unterstützen. Demokratische Strukturen mit viel Raum für Eigeninitiative der Schüler sind wichtig. Ebenso Vermittlung von Praktischen Fähigkeiten;  sowohl technisches Verständnis als auch Verbundenheit mit der Natur.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung stellt auf seiner Internetseite fest: Es „… entscheidet in kaum einem anderen Industriestaat die sozio-ökonomische Herkunft so sehr über den Schulerfolg und die Bildungschancen wie in Deutschland. Zugleich gelingt es in Deutschland im internationalen Vergleich deutlich schlechter, Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund gute schulische Kompetenzen zu vermitteln.“

Wir denken die derzeitige chaotische Schullandschaft zementiert diesen Zustand. FÜR Esslingen unterstützt den Ausbau und die Weiterentwicklung der Gemeinschaftsschulen. Die Schule muss zum Lieblingsort werden, wo man  ohne Bauchweh hingeht. Wir laden Schüler und Eltern dazu ein die Diskussion um eine Schule der Zukunft mit uns weiterzuführen.

Nein zur erneuten Kitagebührenerhöhung!

Seit 2012 wurden vom Gemeinderat fast jährlich höhere Elternentgelte  für die Benutzung der städtischen Kinderbetreuungseinrichtungen beschlossen. Die auf der letzten Gemeinderatssitzung von CDU,SPD,FDP, Grüne und FW beschlossene erneute Erhöhung für die Bereiche Kindergärten, Kitas, Schulkinderbetreuung und Essensentgelte in den Kitas und während der Grundschulbetreuung würde den städtischen Haushalt um gerade mal 155.700 € verbessern. Diese Mehreinnahmen sind für den städtischen Haushalt im Grunde genommen  Peanuts.  Für die Eltern jedoch bedeuten sie eine enorme Belastung. Familien in Esslingen werden regelrecht bestraft dafür, dass sie Kinder bekommen.

Zu Recht kritisiert der Gesamtelternbeirat der Kindertageseinrichtungen:

„In einer Stadt wie Esslingen sind in den letzten Jahren die Mieten stark gestiegen. Die Familien müssen auf dem knappen Wohnungsmarkt mit kinderlosen Doppelverdienerhaushalten konkurrieren. Die KiTa-Gebühren machen bereits jetzt einen erheblichen Teil der familiären Aufwendungen aus, so dass die Familien immer weiter an den Rand gedrängt oder verdrängt werden. Bezahlbarer Wohnraum wird für Familien unbezahlbar, wenn sie mit hohen KiTa-Gebühren belastet werden.“

Gleichzeitig bekommen allein die 3 größten privaten Kindertageseinrichtungen wie der Betriebskindergarten Daimler und  Giant Leap/ Kleine Riesen  jährliche Zuschüsse von insg. 3,8 Mio. €. Die gesamten Elternbeiträge für Kinderbetreuung belaufen sich 2018 auf 2,8 Mio. €.  Das heißt: Würden die Zuschüsse für Daimler, Kleine Riesen und Co gestrichen, dann könnte sofort eine  kostenlose Kinderbetreuung eingeführt werden und man hätte noch zusätzlich  1 Million Euro übrig für kinder- und familienfreundliche Maßnahmen.

FÜR Esslingen hat selbstverständlich die erneute  Erhöhung der Elternentgelte abgelehnt und  fordert kostenlose Kinderbetreuung und Verpflegung, zumal das finanziell problemlos möglich wäre.  Bildung und Ausbildung muss. für das wertvollste was wir haben – für unsere Kinder – kostenlos sein.

Lebensgefährliche Fluten

Die Meldungen über Unwetter und Starkregen auch im Kreis Esslingen
reißen nicht ab: „Unwetter hält Region in Atem – Feuerwehr rückt nach
heftigem Gewitter zu fast 200 Einsätzen aus.“ „Lebensgefährliche Fluten
– Kirchheim und Hochdorf betroffen“ „Hangrutsch in Oberesslingen –
Bahnstrecke und Landstraße gesperrt -Durch den heftigen Regen in den
vergangen Tagen rutschte der Hang an zwei Stellen ab.“

Vollgelaufene Keller und sturzbachartige Überflutung der Mutzenreisstraße.
Die schweren Gewitter in Deutschland in den letzten Wochen mit
extremem Starkregen sind eine Folge des Treibhauseffekts und ein
Indikator für den Übergang in eine globale Klimakatastrophe. Je wärmer
die Luft umso mehr Feuchtigkeit kann sie aufnehmen und umso heftiger
werden die Niederschläge. Verschärft wird die Situation durch die
massive Flächenversiegelung der letzten Jahre, weil dadurch
Sickerflächen in großer Zahl verschwinden. All das zeigt, wie wichtig und
richtig der Kampf gegen die im Flächennutzungsplan vorgesehene
massive Flächenversiegelung, gegen die Bebauung der

Frischluftschneise im Greut und gegen das Zubetonieren der zahlreichen
Sport und Bolzplätze ist.
In dieser Situation hat die Stadt Esslingen nach dem Vorbild der
Bundesregierung die eh schon bescheidenen Klimaziele gestrichen. Wir
meinen durch den beschleunigten Umstieg auf erneuerbare Energien,
durch den allseitigen Ausbau des ÖPNV und durch die beschleunigte
Entwicklung von Elektro bzw Brennstofzellenfahrzeugen ist eine
drastische Reduktion des CO2 Ausstoßes sehr wohl möglich. Wir müssen
an diesen Forderungen unbedingt festhalten. Dazu braucht es den immer

engeren Zusammenschluss der verschiedenen Umweltbewegungen. Wir
rufen auf: Kommt am Samstag den 16.6. beim sogenannten Klimafest zu
den Ständen am Postmichelbrunnen. Diskutiert mit den verschiedenen
engagierten Umweltschützern. FÜR Esslingen lädt dazu ein bei FÜR
Mitglied zu werden und 2019 auf der Liste von FÜR Esslingen zum
Gemeinderat zu kandidieren. (www.für-esslingen.de)

Brisante kommunalpolitische Themen bei der öffentlichen MV am 9.6.

Erstaunlicherweise werden von den etablierten Parteien derzeit mehrere Forderungen von FÜR Esslingen „aufgegriffen“. Plötzlich entdeckt die SPD ihr Herz für kostenlose Kindergärten. Die CDU bringt den Nulltarif im  Nahverkehr ins Gespräch. SPD und Grüne wundern sich über die überteuerten Mikroappartements auf dem Boley- Areal. Dabei haben sie  den Investoren  weitgehend freie Hand für die profitable Verwertung der verschiedenen Bauflächen  gelassen. In der Vergangenheit  wurden die Forderungen von FÜR Esslingen nach Nulltarif im Nahverkehr, nach kostenloser Kinderbetreuung und nach wirklich bezahlbarem Wohnraum für Geringverdiener  von den Etablierten regelmäßig abgelehnt. In der Frage Stadtbücherei wird mit verschiedenen Veranstaltungen  Bürgernähe geheuchelt, dabei wurde der Kauf des Gebäudes in der Küferstraße im Gemeinderat längst beschlossen und alles spricht dafür, dass die Stadtoberen den Verkauf der Büchereigebäude in der Heugasse an irgendeinen Investor planen. FÜR Esslingen unterstützt den Verbleib und den Ausbau der Bibliothek in der Heugasse, weil das die kostengünstigere Lösung mit dem größeren Entwicklungspotential ist.  Der Abriss des Stegs an der Frauenkirche und die Beseitigung des Radwegs zu den Oberesslinger Schulen  in der Breslauer Straße bedeutet das direkte Gegenteil einer fußgänger- und radfahrerfreundlichen Stadt  All das zeigt, dass keinerlei ernsthafte Absichten bestehen Forderungen für ein lebenswertes Esslingen umzusetzen. Gleichzeitig sieht man deutlich, dass die Politik von FÜR Esslingen und der beharrliche Kampf der Bürgern Wirkung zeigt!

Wir laden herzlich ein zur öffentlichen Mitgliederversammlung von FÜR Esslingen am Samstag den 9.6. um 16 Uhr Bürgerhaus Pliensauvorstadt (Weilstr. 8). Im Mittelpunkt stehen  die zahlreichen, brisanten kommunalpolitischen Themen, die Vorbereitung des Kommunalwahlkampfs 2019 und unser Auftreten beim Umwelttag und beim Bürgerfest.  Anschließend gemütliches Beisammensein!

Kampf für den 100% Erhalt des Sportplatzes in der Pliensauvorstadt geht weiter!

 

Die Initiative für den 100%-igen Erhalt des VFL Post Sportplatzes kämpft unbeirrt weiter für ihr wichtiges Anliegen. Die Pliensauvorstädter brauchen  die beiden wohnort- und schulnahen Fußballfelder und die ganze Anlage als grüne Lunge, als Spiel-. Sport- Freizeit- und Erholungsfläche. Auch das Vereinsheim mit Dimis Sportgaststädte – ein sehr beliebter Treffpunkt für das ganze Viertel – soll abgerissen werden. Stadtverwaltung und Gemeinderatsmehrheit wollen das Gelände irgendeinem Immobilienhai zur profitablen Vermarktung zur Verfügung stellen. Der Bau von Luxuswohnungen auf dem Gelände wird die Wohnungsnot nicht lindern, weil diejenigen,  die die Wohnungen am dringendsten bräuchten, sich die Mieten nicht leisten können. Zwar erhält die Stadt für ein Viertel der Wohnungen Belegungsrechte, aber der Investor kann aus seinem Bestand leerstehende Wohnungen zur Verfügung stellen.  Warum wird nicht einfach dafür gesorgt, dass  die zahlreichen leerstehenden Wohnungen in Esslingen  auf den Markt kommen? So könnte die massive Flächenversiegelung eingedämmt werden!FÜR Esslingen unterstützt die Arbeit der Initiative  und wird die geplante (teilweise oder ganze) Vernichtung von insgesamt 9 Sport- Spiel- und Bolzplätzen zum Thema im Kommunalwahlkampf 2019 machen. Die nächsten Treffen der Initiative sind am Mittwoch 2.5. und am 27.6 um 18 Uhr in der Vereinsgaststätte VfL Post.

 

 

Für Preisgünstige und umweltgerechte Mietwohnungen!

Seit über 6 Jahren tobt in Esslingen die Auseinandersetzung um den Flächennutzungsplan (FNP). Unermüdlich setzen sich die Esslinger für den Erhalt von fruchtbaren Ackerböden und  Grünflächen, von  Streuobstwiesen, und Frischluftschneisen ein. Das ist genau richtig und notwendig für den Erhalt eines lebenswerten Esslingen. Zweimal musste die Stadtverwaltung den FNP zurückziehen. Der jetzige Entwurf enthält eine Reihe Zugeständnisse,  würde aber trotzdem in vielen Gebieten eine enorme Umweltzerstörung bedeuten. Von der Stadtverwaltung wird demagogisch behauptet, die Umweltzerstörung diene der Linderung der Wohnungsnot. Die FÜR Gemeinderätin Dilek Toy lehnt den FNP nach wie vor ab. Von den etablierten Parteien und  der Esslinger Zeitung wurde ihre Rede als unerträglich bezeichnet. FÜR Esslingen stellt dazu fest: „Wir meinen die Rede war tatsächlich „unerträglich“ für die Immobilienwirtschaft die seit 6 Jahren in den Startlöchern wartet, um endlich profitabel  investieren zu können. Sie war unerträglich für die etablierten Parteien, weil sie aufdeckt, dass in Wirklichkeit gar kein bezahlbarer Wohnraum für Geringverdiener, Flüchtlinge, Rentner, Kinderreiche und Alleinerziehende geschaffen wird.  Sie ist für die Grünen unerträglich, weil sie aufdeckt dass sie der Umweltbewegung, den Bürgerinitiativen und den Bauern in den Rücken fällt und z.B. die Bebauung des VFL Post und des Greut akzeptiert. Und die Rede war für den SPD Oberbürgermeister und die Gemeinderäte, die im Aufsichtsrat der EWB sitzen unerträglich,  weil sie aufdeckte, dass diese einstimmig einer bis zu 20 %igen unsozialen Mieterhöhung in der Badstraße zugestimmt haben.“  FÜR Esslingen ist der Meinung, dass die Schaffung von umweltgerechtem und preisgünstigem Wohnraum möglich ist, wenn die zahlreichen Leerstände erfasst und deren Vermietung veranlasst wird. Die Flächen im Innenbereich wie neue Weststadt, ZOB, Karstadt und Boleyareal dürfen nicht als Spekulationsobjekte, sondern müssen für den Bau von Wohnungen für kinderreiche und Geringverdiener genutzt werden!

Eltern fördern – nicht schröpfen!

Die Spitze der Stadtverwaltung greift erneut tief in die Taschen der Eltern. Sie sollen 2019 für die Benutzung städtischer Kindertageseinrichtungen, für die Verpflegung in KiTas und in den Grundschulen deutlich höhere Gebühren bezahlen. Die stufenweise Erhöhung der Gebühren um ca. 50 % (!) wurde bereits 2016 auch mit den Stimmen von SPD, Grünen und den Linken beschlossen. Für ein wirtschaftsfreundliches Esslingen werden keine Mühen gescheut und Gelder locker gemacht. Familien hingegen können von einer Förderung nur träumen. Vereinbarkeit von Familie und Beruf – Fehlanzeige! Familien, insbesondere Frauen, tragen die Hauptlast dieser wichtigen gesellschaftlichen Arbeit „Kindererziehung“.

Der Gesamtelternbeirat (GEB) für die Kindertageseinrichtungen lehnt die Erhöhungen rundweg ab und weist darauf hin, dass es in anderen Städten bereits kostenlose Kitas gibt. „Die KiTa-Gebühren machen bereits jetzt einen erheblichen Teil der familiären Aufwendungen aus, so dass die Familien immer weiter an den Rand gedrängt oder verdrängt werden. Bezahlbarer Wohnraum wird für Familien unbezahlbar, wenn sie mit hohen KiTa-Gebühren belastet werden.“ Der GEB fordert, die Familien stärker ins Zentrum zu rücken und sie nicht durch hohe Mieten und hohe bzw. steigende KiTa-Gebühren aus der Stadt zu verdrängen. FÜR Esslingen unterstützt die Forderung der Eltern voll und ganz. Wir stehen für eine kostenlose, gute qualitative Bildung und Betreuung in jedem Alter, sowie für eine gesunde und kostenlose Verpflegung in diesen Einrichtungen. Geld ist genug vorhanden!

Wer diese Forderungen unterstützt ist bei FÜR Esslingen genau richtig. Werden Sie Mitglied – nur gemeinsam können wir viel bewegen.         PS: Unterstützen sie die Onlinepetition der Eltern: openpetition.de/!dhxng

 

Migranten und Deutsche gemeinsam! FÜR Zusammenhalt und Solidarität!

FÜR Esslingen protestiert entschieden gegen die Abschiebungen von Flüchtlingen, die in größter Not und Verzweiflung ihr Land verlassen haben. Auch in Esslingen sind zahlreiche Flüchtlinge, insbesondere aus Afghanistan, von Abschiebung bedroht. Dass Afghanistan von Seehofer, Merkel, von der Leyen,  Maas  und Co als „sicheres Herkunftsland“ bezeichnet wird, ist ein schlechter Witz! – Unsere syrischen Kollegen hoffen verzweifelt, dass endlich ihre Familien nachziehen können, aber das wird von der Groko durch  zahlreiche bürokratische Schikanen fast unmöglich gemacht. Statt der einstmals versprochenen Willkommenskultur werden die Flüchtlinge wie Verbrecher behandelt. Seehofer und Co versuchen mit Ausgrenzung, fremdenfeindlichen und rassistischen Parolen die AFD rechts zu überholen. Gegen den Rechtsruck der Regierung rufen wir auf:

Stärkt die Internationale Solidarität!

Dieselskandal – Umrüstung auf Kosten der Konzerne!

Das Urteil um die Rechtmäßigkeit von Diesel-Fahrverboten schlägt in der Bevölkerung und den Medien hohe Wellen.  Es ist eine schallende Ohrfeige für die Kumpanei der Bundesregierung mit der Automobilindustrie. Eigentlich aber saßen die falschen auf der Anklagebank. Nicht in erster Linie die Städte, sondern die verbrecherischen Machenschaften der Automobilindustrie und ihre Weigerung bezahlbare, umweltfreundliche Fahrzeuge zu bauen, sind für die katastrophale Situation verantwortlich. Die Vergiftung der Atemluft mit Stickoxid liegt in ca. 70 Städten Deutschlands, darunter auch Esslingen, deutlich über dem EU-Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter. Spitzenreiter sind München mit 78 und Stuttgart mit 73 Mikrogramm. Stickoxide kommen in Städten zu etwa 60 bis 80 Prozent vom Verkehr, davon etwa 75 Prozent vom Dieselmotor.

 

FÜR Esslingen fordert als Sofortmaßnahme  die Nachrüstung von älteren Dieselfahrzeugen mit SCR-Katalysatoren  bzw  Entschädigungszahlungen für betroffene Fahrzeughalter auf Kosten der Automobilkonzerne. Außerdem schlägt FÜR Esslingen vor, dass im gesamten Bereich der VVS der Nulltarif im öffentlichen Nahverkehr eingeführt wird. Wir sehen darin ein äußerst wirksames Mittel gegen den täglichen Verkehrsinfarkt, gegen Stickoxide und Feinstaubbelastung. Das Milliardengrab S21 muss sofort gestoppt werden. Die 16 Gleise müssen erhalten werden und können  für den Ausbau des ÖPNV genutzt werden. Die Baugrube wird zum Zentralen Omnibusbahnhof umfunktioniert. Mit den bei S21 eingesparten Kosten könnte in den nächsten 10 oder 20 Jahren ein kostenloser ÖPNV im gesamten VVS Gebiet finanziert werden!

Erklärung zum Eklat auf der Gemeinderatssitzung am 5.2. 2018 und zum Kommentar „Unerträglich“ von Herrn Dörmann in der EZ vom 07.02.2018

Nach der sachlichen Berichtserstattung über die letzte Gemeinderatssitzung am 6. Februar 2018 erschien am 7.2. ein Kommentar von Herrn Dörmann.  Darin werden die Ausführungen der FÜR Gemeinderätin Dilek Toy als „unerträglich“ bezeichnet. Wir veröffentlichen deshalb die komplette Rede auf der Homepage von FÜR Esslingen www.fuer-esslingen.de, damit sich jeder selbst eine Meinung über die Rede bilden kann.

FÜR Esslingen ist tatsächlich der Meinung, dass die  Entscheidung über den Flächennutzungsplan weitreichende Folgen für die Stadt und die Lebensqualität der Bewohner hat. Wir sind der Meinung, dass das ganze Ausmaß der sich anbahnenden Umweltkatastrophe unterschätzt wird. Genau deshalb hielten wir es für notwendig die dramatischen Folgen der Flächenversiegelung darzustellen. Die Stadtverwaltung selbst hat in ihren Gebietssteckbriefen eindrucksvoll auf die Umweltgefahren hingewiesen. Im Landschafts- und Umweltplan 2012 werden die Folgen der Klimaver-änderung für die Stadt Esslingen dargestellt. Ausdrücklich wird dort auf die steigende Zahl der Tage mit Wärmestress hingewiesen. Allein im relativ harmlosen Sommer 2015 sind in Baden-Württemberg knapp 2000 Menschen infolge heißer Temperaturen gestorben. (EZ vom 4.8.2017) Das ist also keine Horrorvision von FÜR Esslingen, sondern das Ergebnis einer wissenschaftlichen Untersuchung.

In der Rede haben wir herausgestellt, dass die Bautätigkeit in hohem Maße der Gewinnmaximierung dient: „Mit dem Beschluss des FNP vervielfacht sich der Wert der Grundstücke, ohne dass die Besitzer einen Finger dafür krumm gemacht haben.“

Kein Investor würde bauen, wenn er keine hohe Rendite erwartet. „Denn Betongold  wirft derzeit besonders hohe Rendite ab.“

Vor kurzem konnten wir in der EZ vom Tübinger OB lesen, dass die Wohnungsbaukosten etwa bei 3000 €/m² liegen. Der Verkaufspreis ist aber doppelt so hoch. Solche fetten Gewinne gibt es nicht auf dem Sparbuch. Das ist der Grund warum so viele Investoren mit Macht auf den Immobilienmarkt drängen

Die Stadtverwaltung behauptet die Bebauung würde zur Linderung der Wohnungsnot dienen aber, die Mieten in den neu gebauten Wohnungen werden mindestens 10 bis 14 € pro Quadratmeter betragen. Das heißt diejenigen, die die Wohnungen am dringendsten bräuchten können sich diese gar nicht leisten. Zum Beispiel: in der neuen Weststadt werden nur teure Luxusappartements gebaut. Hier entsteht keine einzige Sozialwohnung. Aber auch in den anderen Neubaugebieten werden keine Flüchtlinge und Sozialhilfeempfänger einziehen, weil die Investoren Billigwohnungen aus ihrem Bestand zur Verfügung stellen können.

Wo die Spitze der Stadtverwaltung und die etablierten Parteien in der Frage von bezahlbarem Wohnraum und Wohnungspolitik stehen, können wir aktuell am Beispiel der  EWB Wohnungen in der Badstraße in Berkheim sehen. Dort sollen die Mieten mit Beschluss des Aufsichtsrats um bis zu 20%  erhöht werden.  Aufsichtsratsvorsitzender ist OB Zieger und im Aufsichtsrat sitzen Gemeinderäte  von SPD, CDU, FW und Grüne.

Wir haben nicht nur kritisiert, sondern auch positive Vorschläge unterbreitet und befürwortet: „Wenn jetzt ein Wohnraummanager  eingestellt wird, dann begrüßen wir das ausdrücklich. Wir sind zuversichtlich, dass dabei zahlreiche gute Vorschläge entwickelt werden, die die massive Bebauung über den bisherigen Stand hinaus Überflüssig machen.“

Auf der Gemeinderatssitzung konnten die Fraktionsvorsitzenden die sich über die Rede ereiferten trotz mehrfacher Aufforderung keine einzige unserer Aussagen widerlegen. FÜR Esslingen ist keinesfalls der Meinung die Wahrheit für sich gepachtet zu haben und hat auch kein Problem Fehler zu korrigieren aber wir sind der Meinung, dass klare und unzweideutige Positionen die Auseinandersetzung befördern.

Von Seiten der Grünen wurde Dilek Toy mit Trump verglichen: Der Vergleich mit dem Immobilienmilliardär Trump, einem  frauenfeindlichen, faschistoiden Leugner der Umweltkrise, ist beleidigend und zeigt, dass die Grünen die politische Orientierung völlig verloren haben. Wir denken der Immobilienmogul Trump hätte mit Sicherheit mit der Gemeinderatsmehrheit und den Grünen gestimmt.

Vor allem aber fragen wir uns: Für wen ist die Rede eigentlich unerträglich? Die Rede ist unerträglich für die Immobilienwirtschaft die Seit 6 Jahren in den Startlöchern wartet, um endlich profitabel  investieren zu können. Sie ist unerträglich für die etablierten Parteien, weil sie die Heuchelei aufdeckt, dass in Wirklichkeit gar kein bezahlbarer Wohnraum für Geringverdiener, Flüchtlinge, Rentner, Kinderreiche und Alleinerziehende geschaffen wird.  Sie ist offensichtlich für die Grünen unerträglich weil sie aufdeckt dass die Grünen der Umweltbewegung, den Bürgerinitiativen, den Bauern und den Bürgerausschüssen in den Rücken fällt und die Bebauung des VFL Post und des Greut akzeptiert.

FÜR Esslingen ist ein Bündnis von Einzelpersonen, die eine Alternative zu den bisherigen Fraktionen im Esslinger Gemeinderat suchen und aufbauen wollen. In den Grundsätzen heißt es:  FÜR „stellt die Alltagsprobleme der einfachen Menschen in  den Mittelpunkt und will ihr Sprachrohr im Gemeinderat sein. FÜR ermutigt die Betroffenen selbst aktiv zu werden und hilft ihnen ihre Interessen durchzusetzen.

In diesem Sinne haben wir „nur“ das eingelöst, was wir versprochen haben.