{"id":3647,"date":"2025-07-06T19:30:33","date_gmt":"2025-07-06T17:30:33","guid":{"rendered":"https:\/\/fuer-esslingen.de\/?p=3647"},"modified":"2025-07-06T19:30:35","modified_gmt":"2025-07-06T17:30:35","slug":"kommentar-schorndorfer-online-blatt-zu-klopfers-finanzgebaren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fuer-esslingen.de\/?p=3647","title":{"rendered":"Kommentar Schorndorfer-Online-Blatt zu Klopfers Finanzgebaren"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-x-large-font-size\">                               <strong>Endlich!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-white-background-color has-background\"><br>Endlich hat das Regierungspr\u00e4sidium dem verantwortungslosen Umgang mit Geld im Schorndorfer Rathaus ein Ende gemacht: Es hat den st\u00e4dtischen Haushalt 2025\/26 nicht genehmigt. Die Aufsichtsbeh\u00f6rde verlangt, dass die Stadtverwaltung ihre geplante Aufnahme neuer Schulden um 20\u202fMillionen Euro k\u00fcrzt. Und deshalb schlug diese dem Gemeinderat in der nicht-\u00f6ffentlichen Sitzung am Mittwoch vor, dass man das Paulushaus in Miedelsbach nicht kauft und auch die Kita in Weiler vorerst nicht baut.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-white-background-color has-background\">Oberb\u00fcrgermeister Hornikel kann nichts daf\u00fcr. Sein Vorg\u00e4nger und der damalige K\u00e4mmerer konnten der Versuchung nicht widerstehen, \u00fcppig zu investieren \u2013 die Zinsen f\u00fcr die Kredite waren ja so g\u00fcnstig! So hat man das Hallenbad erweitert, den \u201eSportpark\u201c geschaffen, eine Gartenschau veranstaltet und den Kulturtempel, genannt \u201eB\u00fccherei\u201c auf den Weg gebracht. Sehr freigiebig sind sie da mit dem Geld umgegangen, haben gebaut und geplant. Grad so, als g\u00e4be es kein Morgen und als ob ein guter Haush\u00e4lter nicht R\u00fccklagen bilden m\u00fcsste f\u00fcr unvorhergesehene Ereignisse. Oder auch nur, um der nachfolgenden Generation noch Handlungsspielraum zu lassen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-white-background-color has-background\">Der Prunkbau f\u00fcr die Stadtwerke hat den Stadtfinanzen schlie\u00dflich das Genick gebrochen. Nun k\u00f6nnen sie die 3\u202fMillionen Euro Defizit, die j\u00e4hrlich im Hallenbad anfallen, nicht mehr ausgleichen, so dass dieses Geld dem Haushalt entnommen werden muss. Dass es drei Stadtr\u00e4tinnen und f\u00fcnf \u2013r\u00e4te gab, die vorausschauend dem Millionengrab B\u00fccherei ihr&nbsp;<a href=\"https:\/\/schoblatt.de\/die-acht-aufrechten\">Ja verweigerten<\/a>, zeigt, dass der Gemeinderat nicht blindlings den W\u00fcnschen der Rathausspitze folgen muss. Sie hielten H\u00e4me und Kritik an ihrem Votum aus \u2013 und bereits jetzt, drei Jahre sp\u00e4ter, gibt die Realit\u00e4t ihnen vollumf\u00e4nglich Recht. Manch anderes Ratsmitglied erkl\u00e4rt inzwischen, dass es mit dem Wissen von heute damals auch mit \u201eNein\u201c gestimmt h\u00e4tte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-white-background-color has-background\">Vergangenes l\u00e4sst sich nicht mehr \u00e4ndern. Aber man kann aus Fehlern lernen und somit k\u00fcnftige Fehlentscheidungen vermeiden. Oder auch mal wirklich beherzt da sparen, wo es der Bev\u00f6lkerung am wenigsten weh tut: Das City-Management und die aufgebl\u00e4hten Abteilungen im Rathaus f\u00fcr \u00d6ffentlichkeitsarbeit und Klimaschutz geh\u00f6ren abgeschafft. Das sind Freiwilligkeitsleistungen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-white-background-color has-background\"><br>Nicht gespart werden darf hingegen an Kitas. Denn sie geh\u00f6ren zur Daseinsf\u00fcrsorge. Sie sichern die Voraussetzung, dass gute Fachkr\u00e4fte in Schorndorf leben und arbeiten wollen. Der Ausschank von Getr\u00e4nken mit Musikbeschallung auf dem Marktplatz oder in der Daimlerstra\u00dfe wird kaum ein der Grund sein, dass Spitzen-Arbeitskr\u00e4fte hierher ziehen. Bei einer Wahl zwischen zwei Optionen entscheidet man sich im Rathaus zielsicher f\u00fcr die denkbar schlechteste L\u00f6sung. Zum Beispiel: das Paulushaus nicht ankaufen. Dieses aber dient als Treffpunkt f\u00fcr Menschen, die sich engagieren und aktiv sind: f\u00fcr andere, die Gemeinschaft, f\u00fcr den Ort. W\u00e4hrend die \u201eEvents\u201c des City-Managements rein auf passiven Konsum hin ausgerichtet sind.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-white-background-color has-background\">&nbsp;<br>Dass die Schorndorfer Obrigkeit gerne baut, ist kein rein hiesiges Ph\u00e4nomen. Das tun die Herren Oberen in allen Kommunen sehr gern. Aber dass es bei uns immer der \u201eGoldstandard\u201c sein muss, ist auff\u00e4llig: Man stellte einen \u201eBewegungskindergarten\u201c hin, der so teuer ist wie zwei Kitas, aber nicht genauso viele Kinder aufnehmen kann. Man baut die Kita \u201eEulennest\u201c in Rundform, statt kosteng\u00fcnstig im Rechteck. Und auch das geplante Feuerwehrhaus wird mehr als ein reiner Zweckbau sein.<br>Es ist zu hoffen, dass die Alarmglocken aus dem Regierungspr\u00e4sidium den Stadtr\u00e4tinnen und Stadtr\u00e4ten als Weckruf dienen. Damit sie aus ihrem Gewohnheitstrott erl\u00f6st werden und mit klarem Blick den Rotstift da ansetzen, wo es wirklich sinnvoll ist.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/schoblatt.de\/endlich\">https:\/\/schoblatt.de\/endlich<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Endlich! 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