{"id":384,"date":"2014-03-08T10:59:13","date_gmt":"2014-03-08T08:59:13","guid":{"rendered":"http:\/\/51249350.swh.strato-hosting.eu\/2.neu\/?p=384"},"modified":"2020-11-19T14:46:31","modified_gmt":"2020-11-19T12:46:31","slug":"8-maerz-2014","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fuer-esslingen.de\/?p=384","title":{"rendered":"8.M\u00e4rz 2014"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-385 size-full\" src=\"http:\/\/fuer-esslingen.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/8.M\u00e4rz.jpg\" alt=\"8.M\u00e4rz\" width=\"999\" height=\"463\" srcset=\"https:\/\/fuer-esslingen.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/8.M\u00e4rz.jpg 999w, https:\/\/fuer-esslingen.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/8.M\u00e4rz-300x139.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 999px) 100vw, 999px\" \/>Kundgebung zum internationalen Frauentag mit Infost\u00e4nden, Kultur, offenem Mikrofon und &nbsp;&#8222;Frauenstreich&#8220;&nbsp;am 8. M\u00e4rz ab 13 Uhr in der Bahnhofstra\u00dfe in Esslingen<\/p>\n<h6>hier die Rede von Dilek Toy vom Personenwahlb\u00fcndnis F\u00dcR Esslingen<\/h6>\n<p>Guten Tag, &nbsp;Mein Name ist Dilek Toy<\/p>\n<p>Bei der Einladung zur heutigen Veranstaltung fiel mir auf, dass f\u00fcr einige Frauen im Bekanntenkreis \u201eFrauen\u201c kein Thema war. Sie f\u00fchlten sich aufgrund ihres Geschlechts nicht unterdr\u00fcckt oder besonders ausgebeutet. Ich fragte mich warum das subjektive Empfinden sich von der objektiven&nbsp; Realit\u00e4t unterscheidet. Ich denke das liegt daran dass die besondere Ausbeutung und Unterdr\u00fcckung in der Gesellschaft als \u201enormal\u201c erachtet wird und zugleich subtil ist. Tagt\u00e4glich bekommen wir direkt und indirekt mitgeteilt, welche Aufgaben die Familie und insb. Frauen nat\u00fcrlicherweise haben. So haben wir uns dran gew\u00f6hnt, dass Kindererziehung haupts\u00e4chlich von Frauen zu verantworten ist, &#8222;schlie\u00dflich haben sie ja die Kinder zur Welt gebracht&#8220;. Die Betreuung und Pflege von Angeh\u00f6rigen ist ebenfalls haupts\u00e4chlich Frauensache, &#8222;sie sind ja ge\u00fcbt und k\u00f6nnen von Natur aus diese Dienstleistungen erbringen&#8220;. Darauf bauen unter anderem das Schulsystem, das Kranken- und Pflegesystem und das Sozialsystem bei Bed\u00fcrftigkeit sprich die Sozialhilfe und Unterhalt usw. auf. 75% von Pflegebed\u00fcrftigen werden zu Hause durch weibliche Angeh\u00f6rige gepflegt. Die heilige Familie kann die gesellschaftlichen Aufgaben immer weniger leisten. Die Frauen zerbrechen teilweise an den Aufgaben.<!--more--><\/p>\n<p>Wir haben uns dran gew\u00f6hnt, dass in den sogenannten sozialen Berufen wie Erzieher, Pflegekr\u00e4fte, Sozialarbeiter usw. die Bezahlung&nbsp; und Arbeitsbedingungen schlecht sind. Ist halt so! Mancher sagt, der Tarifvertrag, wenn es einen gibt,&nbsp; mache keinen Unterschied zwischen Frauen und M\u00e4nnern in diesen Betrieben.&nbsp; ? Das trifft nur zum Teil zu. Zum einen werden die besser bezahlten Jobs innerhalb der Sparte mit m\u00e4nnlichen Kollegen besetzt&nbsp; im Management bspw. Zum anderen sind M\u00e4nner in sozialen Berufen eine Randerscheinung. Es ist kein Zufall, dass der Hauptanteil der Besch\u00e4ftigten weiblich ist. Allgemein&nbsp; bekommen Frauen f\u00fcr die gleiche Arbeit 24% weniger Gehalt als ihre m\u00e4nnlichen Kollegen.<\/p>\n<p>Es ist auch fast \u201enormal\u201c, dass Frauen&nbsp; zu Hause, am Arbeitsplatz oder auf der Stra\u00dfe Gewalt erfahren. So lange alles im \u201eRahmen \u201e ist, wird die Gewalt nicht einmal als solche betrachtet. In allen Gesellschaften und L\u00e4ndern der Welt und in dem zivilisierten und angeblich demokratischen Europa finden t\u00e4glich Menschenrechtsverletzungen in Form von k\u00f6rperliche, sexuelle und psychische Gewalt gegen Frauen statt.<\/p>\n<p>Am Mittwoch wurden durch die Agentur der Europ\u00e4ischen Union f\u00fcr Grundrechte die Ergebnisse der weltweit gr\u00f6\u00dften Erhebung \u00fcber Gewalt gegen Frauen Aus den Ergebnissen geht hervor, dass es sich bei der Gewalt gegen Frauen um eine weit verbreitete Verletzung der Menschenrechte handelt, die mit allen uns zur Verf\u00fcgung stehenden Mitteln bek\u00e4mpft werden muss. Ein Drittel aller Frauen in der Europ\u00e4ischen Union wurde demnach schon Opfer von k\u00f6rperlicher oder sexueller Gewalt.<\/p>\n<p>In Deutschland sind es laut der Studie 35 Prozent der Frauen.<\/p>\n<p>Gesetze, die angeblich Prostituierte sch\u00fctzen und ihre T\u00e4tigkeit&nbsp; legalisieren sollen zementieren in Wirklichkeit den Handel mit Frauen.&nbsp; Deutschland ist zur Drehscheibe der Prostitution und Frauenhandel geworden. Die Perversit\u00e4t dr\u00fcckt sich mit Begriffen wie \u201eSexarbeiterin\u201c aus. Als Arbeiter verkauft die Frau ihrer Arbeitskraft, die zur gesellschaftlichen Produktion beitr\u00e4gt, als sog. \u201eSexarbeiterin\u201c ihren zur Ware gewordenen K\u00f6rper, zur sexuellen Befriedigung von Freiern. Verheerend wird es,&nbsp; wenn solche Jobs&nbsp; von der Arge vermittelt werden. Denn die gesetzliche Grundlage ist im ALG II b also HARTZ IV vorhanden.<\/p>\n<p>Diese Dinge geschehen nicht im luftleeren Raum oder irgendwo auf der Welt, sie passieren bei uns in der Familie, in der Nachbarschaft in unserer Stadt. Und sie betreffen uns alle.<\/p>\n<p>F\u00dcR Esslingen ist f\u00fcr die Emanzipation und vollst\u00e4ndige reale Gleichberechtigung der Frau. Wir fordern die Gemeindeverwaltung auf, ihren Beitrag unverz\u00fcglich zu leisten. Die daf\u00fcr in der Kommune notwendigen Verh\u00e4ltnisse m\u00fcssen Vorort geschaffen werden. Das f\u00e4ngt an bei der kostenlosen Ganztagsbetreuung von Kindern und Jugendlichen in den Kindertagesst\u00e4tten, bzw. Sch\u00fclerhorts und Ganztagsschulen an. Wo alle Kinder und Jugendliche ganzheitlich&nbsp; physisch und psychisch gef\u00f6rdert zu verantwortungs- und, selbstbewussten&nbsp; Mitglieder der Gesellschaft werden. Damit vor allem die M\u00fctter einer Erwerbsarbeit nachgehen und finanziell auf eigenen F\u00fc\u00dfen stehen k\u00f6nnen und nicht vom Partner abh\u00e4ngig sind. Denn viele Frauen ertragen jahrelang genau wegen der finanziellen Abh\u00e4ngigkeit ihre untragbaren Partner.<\/p>\n<p>Die etablierten Parteien klopfen sich gegenseitig auf die Schulter, dass Esslingen &nbsp;eine Frauen und kinderfreundliche Stadt sei. Tats\u00e4chlich wurden &nbsp;zus\u00e4tzliche Kitapl\u00e4tze gebaut trotzdem standen bis vor kurzem &nbsp;noch 100 Kinder auf der Warteliste. Au\u00dferdem wurden &nbsp;die Preise &nbsp;drastische erh\u00f6ht &nbsp;um &nbsp;bis zu 50 %, sodass sich viele Frauen die Kita gar nicht leisten k\u00f6nnen oder der m\u00f6gliche Nebenverdienst komplett aufgefressen wird.<\/p>\n<p>Die Kita auf dem Betriebsgel\u00e4nde von Daimler Mettingen wurde von der Stadt mit 160 000 Euro gesponsert. Direkt daneben wurde die Kita Auenweg ausgebaut. Das halten wir f\u00fcr einen Umweltskandal erster G\u00fcte, weil die Kinder unmittelbar den Feinst\u00e4uben und den krebserzeugenden Giessereiabgasen von Daimler ausgesetzt werden.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem fehlt es massiv an Erzieherinnen, die Kindergruppen sind viel zu gro\u00df. &#8211; Die Stadt investiert \u00fcberall in Beton und Glas, statt in Menschen!! &nbsp; Sie m\u00f6chte mit dem Fl\u00e4chennutzungsplan riesige Gr\u00fcnfl\u00e4chen versiegeln im Interesse der Immobilienwirtschaft. Familienfreundliche Sozialwohnung mit bezahlbaren Mieten &#8211; Fehlanzeige!<\/p>\n<p>An den Schulen will die&nbsp;&nbsp; Gr\u00fcne-Rote Landesregierung 10 000 Lehrer einsparen und erz\u00e4hlt uns gleichzeitig wie wichtig die Bildung ist. Die derzeitige chaotische Schulpolitik ist unserer Meinung nach zum gro\u00dfen Teil ein Sparprojekt zur Einsparung von Schul- und Lehrerkosten \u2013 das wichtigste,&nbsp; die gezielte F\u00f6rderung der Sch\u00fcler in kleinen Klassen, bleibt weiterhin auf der Strecke.<\/p>\n<p>Die derzeitige Politik des Gemeinderats ist unserer Meinung nach alles andere als Frauen- Kinder- und familienfreundlich. F\u00dcR Esslingen denkt weiter als der Mainstream erlaubt, l\u00e4sst sich von scheinheiligen Totschlagargumenten wie. \u201ckein Geld da\u201c nicht blenden.&nbsp; F\u00fcr gewollte Prestigeprojekte bspw. S21,Glasdach, zubetonierte Bahngleise statt G\u00fcterbahnhof usw. ist immer Geld vorhanden.<\/p>\n<p>Noch nie hat man den Frauen irgendwelche Rechte geschenkt, unsere Vorg\u00e4ngerinnen mussten daf\u00fcr k\u00e4mpfen. Deshalb Liebe Frauen organisiert Euch , damit wir gemeinsam f\u00fcr unsere Belange aktiv werden und uns f\u00fcr eine Stadt und eine Gesellschaft einsetzen k\u00f6nnen, die praktisch die Menschenrechte der Frauen st\u00e4rkt<\/p>\n<hr>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kundgebung zum internationalen Frauentag mit Infost\u00e4nden, Kultur, offenem Mikrofon und &nbsp;&#8222;Frauenstreich&#8220;&nbsp;am 8. 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