Start » Kunstfreiheit in Esslingen!?

Kunstfreiheit in Esslingen!?

Am 4. Oktober wurde auf dem Rathausplatz eine Statue enthüllt. Die
Esslinger Stadtsage vom demaskierten Teufel, der von mutigen Marktfrauen
aus Esslingen vertrieben wurde, wurde vom einheimischen Künstler Tim
Bengel hervorragend in einer Statue in Szene gesetzt. Finanziert wurde
sie von der Sektkellerei Kessler.
Von Anfang an opponierte dagegen die sogenannte „AfD“. Im April schreibt
der Fraktionsvorsitzende Köthe von einer „verstörenden Skulptur“. Im Mai
erklärt er: „Die Skulptur wird polarisieren.“ und im Juni dass „die
Stadt ihren Frieden verlieren wird“. Eine Online-Petition auf der
„AfD“-Argumentationslinie wird bereits am Tag nach der Enthüllung auf
der AfD-Homepage beworben. Dort unterzeichneten (Stand 12.10.) über 5100
Menschen aus 15 Ländern (darunter 3 aus den USA). Alles Kenner der
Esslinger Stadtgeschichte?
Niemand muss die Skulptur gut finden. Geschmäcker sind bekanntlich unterschiedlich. Eine sachliche Debatte über Kunst ist allerdings nur möglich, wenn wir uns von religiösen Vorurteilen freimachen, die derzeit von der AfD subtil geschürt werden. Wir brauchen keine AfD-Nachhilfe in Sachen Kunst! Solange die Figur im Original erlebbar ist, können alle Esslinger*innen sich ein eigenes Bild machen. FÜR Esslingen wird weiter solidarisches und kulturvolles Miteinander in unserer Stadt fördern.
Befürworter der Kunstfreiheit und Gegner von AfD und Vandalismus in
Esslingen sollen auch eine Chance zur Wortmeldung haben! Dazu
organisieren Mitglieder des überparteilichen Personenwahlbündnis FÜR
Esslingen eine öffentliche Kundgebung am Montag, den 19.10.26 um 17.30
Uhr an der Statue auf dem Rathausplatz. Konstruktive Unterstützung ist
erwünscht!

Nach oben scrollen