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Massiver Abbau von Industriearbeitsplätzen!

2007 gelang es Festo-Kolleginnen die Verlagerung einer Ventilreihe ins Ausland zu verhindern
Bildautor: Hubert Bauer

Im Mai meldete das Unternehmen Festo überraschend 1300 Arbeitsplätze in
Deutschland abbauen zu wollen. Seither berichten Beschäftigte,
Betriebsrat und IG Metall über bisher nicht gekannte Unruhe im
Unternehmen. In der Region galt Festo bislang als Vorzeigeunternehmen
für stabile Firmenentwicklung. 2025 wurde noch das 100. Firmenjubiläum
gefeiert. Bis dahin gab es keine betriebsbedingten Entlassungen. Offiziell soll 
auch jetzt der Stellenabbau über ein „Freiwilligenprogramm“ vorgenommen werden.
Tatsächlich wird massiv Druck ausgeübt. 
Esslingen galt bislang als eine der stabilsten Industrieregionen, nicht
nur in Baden-Württemberg. Das verändert sich auffällig! Das „Institut
der deutschen Wirtschaft“ macht bereits länger darauf aufmerksam: Im
Landkreis Esslingen ging die Zahl der Industriebeschäftigten bereits von
2019 bis 2024 um 9,4% zurück. „Anstieg der Arbeitslosigkeit ist stärker
als im Durchschnitt der letzten Jahre.“ So hieß es Anfang August in
einer Pressemitteilung der Agentur für Arbeit Göppingen, die auch für
den Landkreis Esslingen zuständig ist. Die Arbeitslosenquote ist mit 4,9
% für den Bereich Esslingen noch moderat. Experten warnen, dass
unsere Industrieregion von den Wirtschafts- und Strukturkrisen besonders
betroffen sein wird. Das wird die Kommunalfinanzen weiter belasten. Bereits
bei der letzten Sitzung des Gemeinderats vor der Sommerpause wurden
wegen dramatischem Rückgang von Gewerbesteuereinnahmen über 100
Kürzungsmaßnahmen im städtischen Haushalt beschlossen.
Das Personenwahlbündnis FÜR Esslingen wird deshalb die Bemühungen der
Gewerkschaften solidarisch unterstützen, sich mit Aktionstagen im
September dem Negativtrend im Arbeitsmarkt in der Region entgegen zu
stellen!

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