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Esslingen im Winter

Am Sonntagabend hatten wir „plötzlich“ Winter. Auf dem Heimweg von der spannenden und quicklebendigen FÜR-Mitgliederversammlung sah ich zwei Fahrzeuge des Winterdienstes aber erstmal keinen Bus. Mit dem Fahrrad den Zollberg hoch – nicht bei so einem Straßenzustand. Schließlich kam ein Bus – der brachte mich von der Weilstraße eine Kurve weiter bis zum nächsten Möbelhaus, dann ging nichts mehr. Beim Fahrradschieben sah ich noch weitere liegen gebliebene Busse. Klar solche Probleme lassen sich wahrscheinlich nicht immer ganz vermeiden. Deshalb ein riesengroßes Dankeschön an die Kollegen vom städtischen Winterdienst. Ich erinnerte mich an Einsätze im Winter als Jugendlicher in der DDR. Ich war gern dabei. Wenn man am Bahnhof dann z.B. dreimal die gleichen Weichen frei schippen musste, weiß man, wie viele Leute und wieviel Anstrengung es braucht, dass man zur Bahn sagen kann „Und sie bewegt sich doch!“ So verflog meine Betroffenheit schnell. Sicher war der Winterdienst in der ganzen Stadt unterwegs.

Mein zweiter Gedanke: Angesichts der katastrophalen Klimaveränderungen braucht Esslingen zukünftig mehr dieser „Manpower“ und ausreichend technisches Gerät – nicht nur im Winter sondern auch bei Starkregen, Überflutungsgefahr bei Hitzewellen oder Stromausfall. Da ist der von der Stadtverwaltung geplante Stellenabbau auch diesbezüglich fatal und kurzsichtig. Gerade beim städtischen Bauhof, beim Grünflächenamt, aber auch in den Kitas im Krankenhaus und in der Pflege braucht es nicht weniger Personal, sondern mehr. Nicht nur Esslingen braucht eine bessere Finanzierung des Haushalts. Hier sind Land und Bund gefordert! FÜR fordert seit jeher eine bessere Finanzausstattung der Kommunen. (Beitrag von unserem FÜR-Mitglied Heribert Müller)

Schmerzhafte Einschnitte???

Nein zum Personalabbau! Nein zur Abschiebung der Krisenlasten auf die Bevölkerung!

Weil die erwarteten Einnahmen bei der Gewerbesteuer um 36 Mio., unter dem veranschlagten Zehnjahresdurchschnitt von 94 Mio. liegen, kündigt uns unser OB schmerzhafte Einschnitte an.

Schmerzhaft wird es für die städtischen Beschäftigten, die künftig die Arbeit der nicht nachbesetzten Stellen zusätzlich machen dürfen – oder für jene, die seit Jahrzehnten auf eine Lösung der bestehenden Verkehrsprobleme warten. Schmerzhaft trifft es Eltern kleiner Kinder, die steigende Betreuungsgebühren bei kürzerer Betreuungszeit bezahlen sollen.  Schmerzhaft dürfte es auch für Mieter sein, die trotz Reallohnabbau die ständig steigenden Lebenshaltungskosten wuppen sollen. Aber unser Oberbürgermeister träumt nach wie vor von seinen Großprojekten (z.B. Museumsquartier), wirft aber den Bürgern „Vollkaskomentalität, “ vor. Wie wäre es, mal bei den Reichen und Vermögenden dieser Stadt anzuklopfen, deren Reichtum durch Kapitalmarktrenditen, Immobilienwertsteigerungen, Erbschaften und Unternehmensbeteiligungen immer weiter steigt?

Mit deren Hilfe in Form von Spenden oder Stiftungen könnte doch der Marktplatz saniert, die Kosten der Erweiterung des Klinikums gestemmt und die historischen Gebäude der Stadt behindertengerecht saniert werden. Eine Namensänderung zu Ehren der Spender könnte zu ewigem Ruhm führen. Der Marktplatz hieße dann halt beispielsweise Stollplatz und die Neubauten der Klinik Eberspächerflügel. Falls die Spenden wider Erwarten nicht eingehen, fordern wir Erhöhung des Gewerbesteuersatzes auf das Niveau von Stuttgart (Hebesatz 450) eine Gemeindefinanzreform, die viel mehr Geld in die Kassen der Kommunen spült und vor allem eine viel drastischere Besteuerung der Großkonzerne! Kommt zur Öffentlichen  Mitgliederversammlung am Sonntag den 25.1. 26 16 Uhr Bürgerhaus Pliensauvorstadt. 

MÜLL-Hotspot Pliensauvorstadt – was tun?

Seit vielen Jahren ist die Müllsituation in Esslingen ein Thema: Seitdem die Aktion „Saubere Stadt“ im Jahr 2010 begonnen hat, ist es immer dreckiger geworden. (EZ 2018). 8 Jahre später, 1 Jahr vor dem Stadtjubiläum: „Altkleidercontainer im Kreis Esslingen vermüllen“ (11.1.26) Neben Müll in Grünanlagen, auf Gehwegen, an Straßenrändern, in Obstbaumwiesen ist inzwischen ein regelrechter Hotspot in der Pliensauvorstadt entstanden.

Eine Anwohnerin berichtet: „Die Glascontainer am Sportplatz VfL Post entwickelten sich in den vergangenen Monaten zu einer illegalen Müllhalde. Schon vor Weihnachten waren die Glascontainer randvoll. Sperrmüll, Müll, alte Spielsachen, Glas, Kleider lagen verstreut um die Container. Der Abfallwirtschaftsbetrieb der Stadt Esslingen verwies uns am 22.12.25 an die Firma Remondis, die wiederum mitteilte, sie hätte unsere Beschwerde an den Abfallwirtschaftsbetrieb weitergeleitet. Nach Silvester blockierte der Müll bereits die Hälfte des Gehweges. Erst nach einer weiteren E-Mail am 8.1. wurde der Platz gründlich geräumt. An dieser Stelle möchten wir uns bei den Verantwortlichen bedanken. Aber schon wieder beginnt die Müllablagerung.

Dabei gibt es in Esslingen tolle Initiativen wie „ES putzt“ oder die Eigeninitiative des Rentners Antonino, der seit Jahren ehrenamtlich Müll sammelt. Aber auch die Stadt ist gefordert! Vorschlag: Abschaffung der Müllgebühren, zusätzliche Container für Elektroschrott, für Verpackungsmüll, für Restmüll, häufigere, unbürokratische Sperrmüllabfuhr…  

Was können wir Ihrer Meinung nach gegen die Vermüllung  tun? Gelegenheit zur Diskussion ist bei der Mitgliederversammlung von FÜR am Sonntag, den 25.1. um 16 Uhr im Bürgerhaus Pliensauvorstadt.

Wir wünschen ein gesundes friedvolles Neues Jahr

Bildunterschrift: Über 50 Teilnehmer bei der spontanen Protestkundgebung gegen Trumps verbrecherischen Angriff auf Venezuela

Allen Leserinnen und Lesern wünschen wir ein gesundes, friedvolles und gutes Neues Jahr.

Das fing ja gleich gut an, indem Trump Venezuela bombardiert hat und Präsident Maduro und dessen Frau entführen ließ, weil er der Meinung ist, dass das Öl dort den USA gehört.Dagegen wurde gleich am Montag den 5. Januar auch in Esslingen mit über 50 Teilnehmern protestiert.

FÜR Esslingen verurteilt diesen völkerrechtswidrigen Angriff auf das schärfste. Wir brauchen keinen Krieg auf der Welt, sondern sind aufgefordert für Frieden, Umwelt und gutes soziales Miteinander aktiv einzutreten. Dazu gehört auch der geplante Personalabbau in der Esslinger Stadtverwaltung. Dazu gehört, dass wir uns wehren gegen die Abschiebung aller Krisenlasten seitens der Bundesregierung auf die Kommunen und damit auf unsere Rücken.

Kommt zur Mitgliederversammlung von FÜR Esslingen am Sonntag den 25 Januar 2026 um 16 Uhr. Bringt Eure Themen mit und diskutiert sie mit uns. Was sind neben der Wohnungsnot und der Kitagebühren weitere brandwichtige Themen in unserer Stadt?

 Hape Kerkeling und FÜR Esslingen zum neuen Jahr

Kürzlich sagte Hape Kerkeling in einem Interview: „Eigentlich strebt doch der Mensch danach, dass es ihm besser geht. Im Moment scheint es mir aber, dass es vielen Menschen reicht, wenn es den anderen schlechter geht. Dass sie sich dann besser fühlen. Das ist eine ganz schlimme Tendenz. Da fängt Faschismus an.“ Genau das ist ein wichtiges Strickmuster der modernen Faschisten a la AfD. FÜR Esslingen dagegen stellt die Alltagsprobleme der einfachen Menschen in den Mittelpunkt, internationale Solidarität ist selbstverständlich und FÜR ermutigt die Betroffenen selbst aktiv zu werden. Genau darum geht es auch im nächsten Jahren: Selbst aktiv werden für eine lebenswerte Zukunft, für eine lebenswertes Esslingen z.B. als Mitglied beim überparteilichen Personenwahlbündnis FÜR Esslingen!   Nächste Gelegenheit um FÜR Esslingen näher kennen zu lernen ist die Jahresauftaktveranstaltung am Sonntag den 25.1. um 16 Uhr im Bürgerhaus Pliensauvorstadt. Dazu laden wir herzlich ein. Wir wünschen erholsame Feiertage und einen Guten Rutsch ins neue Jahr.

Fröhliche Feiertage und einen guten Start in 2026

FÜR unterstützt die Gaza Solidarität von Solidarität International, aber auch die Esslinger Tafel und das Kulturprojekt Suppkultur

FÜR Esslingen hat Grundsätze und Ziele die festgelegt wurden. Die Kandidaten, die sich zur Wahl stellen verpflichten sich die Kandidatengrundsätze von FÜR Esslingen einzuhalten. Ein Grundsatz ist: „Wir arbeiten uneigennützig: wir Spenden Aufwandsentschädigungen und Sitzungsgelder an FÜR Esslingen oder an gemeinsam festgelegte Projekte.“ Dazu hat sich selbstverständlich auch unser Gemeinderat Michael Zöllner verpflichtet und so kommt es, dass die Kasse bei FÜR Esslingen gut gefüllt ist und wir bei der Mitgliederversammlung im Herbst einige Spenden beschließen konnten.

Für folgende Projekte haben sich unsere Mitglieder entschieden: 500,- Euro an Suppkultur, ein interkulturelles Theaterprojekt bei dem neben dem Theater auch gemeinsam Suppe gegessen wird. 1000 Euro gingen an die Esslinger Tafel, damit die wertvolle arbeit auch im nächsten Jahrerfolgreich weitergeführt werden kann.  Ebenfalls 1000 Euro wurden an Solidarität International (www.solidaritaet-international.de) für die medizinische Akuthilfe und den Wiederaufbau des säkularen Al-Awda Krankenhauses in Gaza gespendet. Leider erhält Gaza medial kaum noch Aufmerksamkeit. Dabei ist die humanitäre Lage nach wie vor katastrophal. Hilfslieferungen werden weiterhin nicht im nötigen Umfang hinein gelassen und unsere Bundesregierung genehmigt wieder Waffenexporte nach Israel. Falls jemand noch ein Weihnachtsgeschenk sucht, wie wäre es mit einer Spende statt einem Geschenk? Wir können alle drei Projekte von Herzen empfehlen und wünschen erholsame Feiertage und einen guten Start ins Jahr 2026!