Archiv der Kategorie: Aktuell

Wirksame Luftfilter in jedes Klassenzimmer!

Mit der Omikronvariante erleben wir derzeit die 5. Corona-Welle. Das chaotische, inkonsequente Krisenmanagement der Bundesregierung ist nicht in der Lage, die Pandemie in den Griff zu bekommen. Gerade die Schülerinnen und Schüler waren und sind von der Pandemie ganz besonders betroffen.  An vielen Orten fand seit fast 2 Jahren kein regulärer Unterricht mehr statt.

Damit der Unterricht wenn irgend möglich aufrecht erhalten werden kann und um das Infektionsrisiko möglichst klein zu halten, fordert FÜR Esslingen seit langem die Anschaffung von geeigneten Luftfiltergeräten. Inzwischen bestätigen zahlreiche Studien – auch vom Bundesumweltamt – die Wirksamkeit dieser Geräte. Wenn sie mit Hepa 14 Filtern ausgestattet sind könne sie mindestens 90 Prozent der Virenlast entfernen. Tatsächlich muss trotzdem gelüftet werden. Aber es ist ein großer Unterschied, ob im Winter in der Pause gelüftet werden kann oder alle 20 Minuten mitten im Unterricht gelüftet werden muss. Im Übrigen wirken die Luftfilter z.B. auch gegen Grippeviren und Feinstaub. Aus all diesen Gründen wird die Forderung auch von der GEW und verschiedenen Landeselternvertretungen unterstützt.

Selbstverständlich sind die Geräte nicht billig und die Hersteller spekulieren natürlich auf Gewinnmaximierung. Aber wir leben in einem der reichsten Länder der Welt. 9 Mrd wurden über Nacht für die Lufthansa bereitgestellt. Aus dem aktuellen Bundeshaushalt erhalten die 20 größten Daxkonzerne 1 Mrd. € direkte Subventionen; die indirekten betragen ein Vielfaches!

Deshalb: Ausstattung der Klassenzimmer mit leistungsfähigen Luftfiltern!  Finanziert durch den Bund und die Landesregierung. Die Landesregierung ist schließlich für die Bildung zuständig. Die Bildung und die Gesundheit unserer Jugendlichen muß oberste Priorität haben.

Im Übrigen sieht FÜR als  einzig wirksame Maßnahme einen kurzer harter Lockdown einschließlich aller nicht lebensnotwendigen Betriebe.

Bildunterschrift: Geeignete Luftfilter – damit auch im Winter ein ungestörter Unterricht möglich ist!
Bildautor: Pixabay

FÜR Esslingen: Die Mitglieder entscheiden alles

Artikel in der „Zwiebel“ Kalenderwoche 3-2022

Trotz komplizierter Bedingungen in der Corona Pandemie trafen sich am vergangenen Sonntag nach der Überprüfung des Impfstatus und dem tagesaktuellem Corona-Schnelltest die Mitglieder von FÜR Esslingen zur Jahreshauptversammlung 2022.  Anhand des  Rechenschaftsberichts des Vorstandes und dem der Gemeinderätinnen entwickelte sich eine intensive Debatte über verschiedene Vorschläge zur weiteren Arbeit. Die Mitglieder zogen stolz eine Halbzeitbilanz vor den nächsten Kommunalwahlen. Es gelang uns – trotz der widrigen Bedingungen der letzten beiden Jahre -, an unserem demokratischen Markenzeichen festzuhalten. Wir geben uns nicht damit zufrieden, im Gemeinderat unsere Interessen zu vertreten, sondern sind Ansprechpartner für viele Bewohner*innen in Esslingen und entwickeln mit ihnen eine breite Öffentlichkeitsarbeit und kämpferische Präsenz auf der Straße, wo immer das notwendig ist.

Im Zentrum stand die Debatte um die weitere Weichenstellung. Die Hauptpunkte: Wir halten fest am Kampf um den 100% Erhalt des VfL Post Geländes in der Pliensauvorstadt und seiner sozialen und ökologischen Bedeutung für den Stadtteil. 3 Monate Wartezeit auf die Beantragung eines neuen Personalausweißes – in Ostfildern bekommt man einen Termin nach einer Woche. Wir setzen uns für die Erweiterung des Personals in der Stadtverwaltung, insbesondere in den Bereichen Grünflächen-, EInwohnermeldeamt und Soziales ein. Und entwickeln einen Kummerkasten für Kritiken an schleppender oder ungenügender Bearbeitung von städtischen Aufgaben. DIe soziale Wohnungsnot ist am drängensten: deshalb fordern wir bei allen Bauprojekten den sozialen Wohnungsbau an die erste Stelle zu setzen. Es gibt ja gerade mal nur noch 650 Sozialwohnungen. Wir setzen ein Zeichen gegen die Querdenkerdemos in Esslingen und unterstützen die Anschaffung von Raumluft-Filteranlagen für Schulen und KITAs. 

Wer diese konsequente Richtung stärken möchte, ist genau richtig bei FÜR Esslingen! 

Bildunterschrift: Wir stehen für soziale und ökologische Politik
Bildautor: G. Conrad

„Soziale Stadt“ – Pliensauvorstadt – was bleibt?

Zwiebel Artikel Kalenderwoche 38 -2021

Bildunterschrift: So lebendig ist der VfL Sportplatz in der Pliensauvorstadt
Bildautor: G. Conrad

Am 14. Oktober 2011 unterzeichnete Oberbürgermeister Zieger ein Memorandum über das Projekt „Soziale Stadt Pliensauvorstadt“. Darin verpflichteten sich die Vorsitzenden der Stadt Esslingen, Bürgerausschuss der Pliensauvorstadt, der Runde Tisch sowie der Förderverein „die Integrierte Stadtteilentwicklung auch nach Programmende stetig fortführen zu wollen“. Der damalige Abteilungsleiter der Fußballabteilung Martin Staas wurde in der Vorbereitungsphase zitiert: „Der Jugendfußball in der Pliensauvorstadt beim SV 1845 Esslingen ist das Aushängeschild für ganz Esslingen.“

Die Pächter der Vereinsgaststätte und die Fußballabteilung haben ganz ohne finanzielle Unterstützung von Bund und Ländern viel dafür getan, diese Wünsche Wirklichkeit werden zu lassen:

Die Vereinsgaststätte ist ein richtiger Stadtteil-Treffpunkt in der Pliensauvorstadt. Familienfeiern, Vereinstreffen, ein Bier nach dem Fußball, Treffpunkt des Vorstands des SV 1845, usw. Die Kinder- und Jugendfußballmannschaften haben nach Corona einen enormen Zulauf. Hier wird Integration lebendig, Kinder der unterschiedlichsten nationalen Herkunft, Behinderte, Flüchtlinge, Alt udn Jung trainieren und spielen zusammen. An vielen Wochenenden gibt es Turniere, auch die der Daimler-Fußballmannschaften. Wenn kein Training ist, tummeln sich die Kinder auf dem Platz, während die Eltern in der Gaststätte sitzen können ohne ständige Angst vor Autofahrern. So etwas gibt es kein zweites Mal in der Pliensauvorstadt.

Dieser Fußballplatz ist mehr als eine grüne Rasenfläche. Er ist „Soziale Stadt“ im wahrsten Sinne des Wortes. Und das alles soll – wenn es nach dem Willen der Gemeinderatsmehrheit geht – platt gemacht werden für weitere Wohnungen. Für die dazu kommenden Familien würde es dann noch weniger Grün geben.

Wir zeigen die Rote Karte für die Sportplatzzerstörung: Nächstes Treffen ist am Mittwoch, den 29. September um 20 Uhr in der Sportgaststätte Vfl Post. Alle sind herzlich willkommen.

Bebauung des Sportplatz VfL Post – nicht mit uns !

Bildautor: Gabriele Conrad

Bildunterschrift: So lebendig und innovativ ist der Stadtteil und sein Sportplatz VfL Post

Nun geht die Stadt Esslingen einen weiteren Schritt in ihren Plänen zur Bebauung des Vfl Post in der Pliensauvorstadt. Mit wohlklingenden, nahezu euphorischen Worten soll den Bewohner*innen die Zerstörung des traditionsreichen Sportstätte schmackhaft gemacht werden: von „großen Zielen“ ist da die Rede, von der „Berücksichtigung vieler Wünsche“ und der Entstehung eines „innovativen Quartiers“. Mit der jetzt erfolgten Ausschreibung wird jedoch der Hauptwunsch der Pliensauvorstädter*innen nach einem 100%igen Erhalt von Gelände und Sportgaststätte in keiner Weise berücksichtigt. Stattdessen werden kleine Gestaltungsräume eröffnet: wieviele Zufahrten, Böschungsabstand,…  Die vielgepriesene Aktiv- und Bewegungsfläche ist ein geschmackloses Trostpflaster. Der Erhalt des Sportplatzes würde Alt und Jung, vielen Vereinen, den zahlreichen Schulen und für die herrlichen Turniere ausreichend Platz bieten. Dass der Vorsitzende des Bürgerausschusses der Pliensauvorstadt seine Zufriedenheit äußert, soll wohl die Akzeptanz in der Bevölkerung erhöhen und die Zerstörungspläne rechtfertigen.

Zähneknirschend musste die Bebauungsdichte wegen des Kaltluftstroms gesenkt werden. Aber dass im stadteigenen Gutachten der Sportplatz als Frischluftentstehungsfläche ausgewiesen ist, wird einfach übergangen.

Wurden die Pliensauvorstädter*Innen befragt? Nein! So viel Demokratie wäre wohl zuviel verlangt. Die Oberbürgermeister-Kandidaten könnten hier ihr demokratisches Grundverständnis beweisen. Wer vertritt eigentlich die Interessen der Bewohner des Stadtteils, der in den letzten Jahren massiv zubetoniert wird? Kein einziger Gemeinderat wohnt in der Pliensauvorstadt. Der angebliche Konsens im Gemeinderat wurde gegen die Stimmen der Gemeinderätinnen von FÜR Esslingen erzielt. Sie sind die Einzigen die sich konsequent für den 100%igen Erhalt aussprechen. 

Werdet aktiv, macht mit: vorstand@fuer-esslingen.de

Mayday, Mayday!

Bildunterschrift: 1.Mai in Athen – unter Coronabedingungen
Bildautor: gemeinfrei

Für Esslingen ruft auf. Kommt am 1. Mai zur DGB Kundgebung und zwar mit Maske und unter strenger Einhaltung der Hygieneregeln.  Gerade in Coronazeiten gibt es tausend Gründe am 1.Mai auf die Straße zu gehen:

Mit dem auch von FÜR Esslingen unterstützten kurzen harten Lockdown – einschließlich der Großbetriebe – hätte die jetzige 3. Welle verhindert werden können! Auf dieser Grundlage wären sinnvolle Öffnungsschritte möglich gewesen. Stattdessen liegen die Werte auch in Esslingen weit über 200 und die Schulen mussten sofort wieder geschlossen werden!  Die Forderung ist nach wie vor richtig, weil nur so die Werte in kürzester Zeit nach unten gedrückt und neue Mutationen ausgeschaltet werden können.  

Bereits im vergangenen Jahr haben mehr als eine Million Menschen ihren Arbeitsplatz verloren. Mehr als die Hälfte waren Minijobber. Betroffen sind Beschäftigte in der Industrie, im Einzelhandel, in der Gastronomie, Rentner, Studenten usw. Die Zahl der Lehrstellen sinkt drastisch.

Wir wenden uns gegen jegliche Abwälzung der Krisenlasten auf die Bevölkerung. Unsere Solidarität gehört auch den Beschäftigten in den Krankenhäusern, den Kindergärten und den Altenheimen. Wir stehen voll und ganz hinter ihren Forderungen nach besserer Bezahlung, mehr Personal und besseren Arbeitsbedingungen.

Wir protestieren gegen die Umweltschutzheuchelei der Stadtverwaltung, während gleichzeitig die Innenverdichtung und die Bebauung der Frischluftentstehungsgebiete Greut und VFL Post gnadenlos vorangetrieben wird.  Wir fordern jetzt erst recht: Stopp der Mietpreistreiberei! Bau von massenhaft Sozialwohnungen!

Wir distanzieren uns entschieden von den verantwortungslosen, menschenverachtenden Querdenkern. Sie betreiben in Wirklichkeit das Geschäft der Großkonzerne. Tausende Coronatote werden in Kauf genommen – Hauptsache die Profitwirtschaft läuft!

Deshalb am 1. Mai FÜR Umwelt und Gesundheitsschutz. FÜR demokratische Rechte und soziale Verbesserungen!

FÜR Esslingen unterstützt #ZeroCovid-Aktionstag

Artikel in der „Zwiebel“ – Kalenderwoche 15-2021

Foto: G. Conrad

Am vergangenen Samstag versammelten sich in 30 Städten in Deutschland und Österreich tausende Menschen zum Protest gegen die Maßnahmen der Bundesregierung beim #ZeroCovid Aktionstag. Mehr als 110.000 Menschen haben den Aufruf auf #weact bereits unterzeichnet. Die Bewegung ist ein Zusammenschluss  fortschrittlicher gesellschaftlicher Kräfte mit dem Ziel die Neuinfektion auf Null zu senken:  ca 150 Teilnehmer versammelten sich auf dem Marienplatz in Stuttgart. 

Seit Beginn der Pandemie sind den Regierungen in ganz Europa die Profite der Konzerne wichtiger als die Gesundheit und das Leben der Menschen, die die ganzen Lasten der Krise tragen müssen

Inzwischen ist die Hauptforderung einer 3-wöchigen Arbeitspause in der Wirtschaft auf Kosten der Unternehmen und Vermögenden in der gesellschaftlichen Debatte ins Zentrum gerückt. 

Viele der Teilnehmer in Stuttgart waren dem Aufruf ausdrücklich gefolgt um diszipliniert mit Abstand und Maske ein Zeichen gegen die Demonstration der Querdenker  am vergangenen Wochenende zu setzen. „Die Großbetriebe sind die heilige Kuh, die nicht angetastet werden soll“ sagte ein Vertreter der fortschrittlichen Gewerkschafter „Offensive Metaller“ bei Daimler in Stuttgart in seiner Rede. Dabei sind gerade hier die wirklichen Infektionsherde. Schon Mitte März gab es bei Daimler in Stuttgart eine Inzidenz von 250, während es heute in ganz Stuttgart erst 130 waren. Die Gießerei in Mettingen hätte eigentlich geschlossen werden müssen wegen des hohen Krankenstands, aber dann stünde ja die Produktion in ganz Europa. So produziert Daimler die Verbreitung des Corona Virus für Milliarden Profite für die Aktionäre. Jeder der zur Arbeit geht muss einen Schnelltest fordern. Wir müssen den Druck erhöhen auf die Regierung und die Industrie. Klar erfordert das Mut. Man bekommt Druck als Whistleblower. Dafür ist die Organisierung der Solidarität unverzichtbar.“