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FÜR Gemeinderätinnen spenden für MORIA-Flüchtlinge

Wir heißen die 50 Kinder aus dem griechischen Flüchtlingslager Moria in Deutschland herzlich willkommen. Aus diesem Anlaß machten am vergangenen Samstag Mitglieder von FÜR Esslingen und der internationalen Hilfsorganisationen „Solidarität International“ auf die katastrophale Situation in den Flüchtlingslagern in Griechenland aufmerksam und sammelten Spenden. In den überfüllten Flüchtlingslagern auf den Inseln der Ägäis leben 42.000 Menschen aus aller Welt unter erbärmlichen Bedingungen. 167 Leute teilen sich je eine Toilette, mehr als 240 eine Dusche, zuweilen nur eine Wasserzapfstelle für 1300 Bewohner – und keine Seife und Möglichkeiten, sich nur annähernd angemessen vorsorglich die Hände zu waschen!  Mit einem Ausbruch der Corona-Pandemie würde eine tödliche Katastrophe entstehen! Alle EU-Flüchtlingslager an den Außengrenzen Europas müssen sofort evakuiert werden.   

Nach Abzug der ausländischen NGOs (Nicht Regierungs-Organisationen) organisieren sich die Flüchtlinge in Moria selbst. Gemeinsam mit der griechischen Bevölkerung kämpfen sie um die elementarsten Lebensbedingungen im Lager, den Umgang mit Müll, nähen Schutzmasken und lehren die Kinder, hygienische Maßnahmen einzuhalten. Die Bevölkerung von Lesbos und die Flüchtlinge unterstützen sich gegenseitig bei Nahrung, Trinkwasser und Hygiene.

FÜR Esslingen überweißt als Soforthilfe 500 €. Das Geld stammt zum Großteil aus den Sitzungsgeldern der FÜR Gemeinderätinnen

Unterzeichnen Sie die Petition zur Evakuierung des Lagers: „Corona: Flüchtlinge aus Hotspots retten – Abschiebung stoppen – SOFORT“ – www.change.org/evakuierung

Spenden Sie für die Selbstorganisation der Flüchtlinge auf Moria: „Solidarität International e.V.“, IBAN: DE86 5019 0000 6100 8005 84, Stichwort: „Moria“

Das Geld geht zu 100% an die Bedürftigen vor Ort! Sachspenden (Nähmaschinen, Scheren, Stoffe usw.) sind bereits  unterwegs!

Jeden Montag Solidaritätsdemo FÜR Rojava

Türkische Armee – raus aus Rojava!

FÜR Esslingen protestiert gemeinsam mit der Montagsdemo Esslingen gegen die VÖLKERRECHTSWIDRIGE Invasion in Nordsyrien. Weitere kurdische und deutsche Organisationen, wie die Frauenorganisation LIMARIN, der deutsch-kurdische Verein und die MLPD versammeln sich jeden Montag um 17.30 Uhr auf dem Bahnhofsplatz in Esslingen zur Solidarität mit den Menschen in der Region Rojava (Syrien). 

Der türkische Präsident Erdogan hat mit seiner Armee friedlich lebende Menschen überfallen. Sein erklärtes Ziel ist es, einen 480 Kilometer langen und 30 Kilometer breiten Korridor in Rojava zu besetzen. Dort leben vier Millionen Menschen: Kurden, christliche Assyrer und Armenier. Erdogan plant eine großflächige ethnische Säuberung zur Ansiedelung von zwei Millionen arabischen Muslimen.  Er provoziert damit eine neue Flüchtlingswelle – während gerade viele Flüchtlinge zurückgekehrt waren. Denn die Region entwickelte große Anziehungskraft. Es gelang, eine demokratische, alle Ethnien und Religionen umfassende Gesellschaft aufzubauen, in der die Gleichstellung von Mann und Frau genauso wie ökologisches Leben und Wirtschaften verwirklicht werden. Solche eine fortschrittliche, solidarische, menschenfreundliche Gesellschaft ist anscheinend für Erdogan ein besonderer Dorn im Auge. 

Hunderttausende Menschen sind auf der Flucht. In den Reihen der türkischen Armee sind viele ehemalige IS Kämpfer, die mit barbarischer Brutalität gegen das kurdische Volk vorgehen, Morde auf offener Straße begehen und die gefilmten Brutalitäten ins Internet stellen. 

Ein Drittel aller aus Deutschland exportierten Kriegswaffen im Wert von rund 243 Millionen Euro wurden im vergangenen Jahr in die Türkei geliefert. WIr fordern die sofortige Beendigung aller wirtschaftlichen, militärischen und diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und der faschistischen Türkei! Stoppt die Waffenexporte in die Türkei!