FÜR Esslingen spendet 500 Euro an das Frauenhaus Esslingen

Die Jahreshauptversammlung des Kommunalwahlbündnisses FÜR Esslingen hat beschlossen dem Frauenhaus Esslingen eine Spende von 500€ zukommen zu lassen. Wir würdigen damit den engagierten Einsatz der Frauen des Frauenhauses und wollen Ihre wertvolle Arbeit im Kampf gegen Gewalt an Frauen und Kindern in Esslingen unterstützen.

Die öffentliche Übergabe fand bei einer Aktion des Frauenhauses am Internationalen Frauentag, dem 8. März im Einkaufszentrum ES statt.

Das Esslinger Frauenhaus beteiligt sich an diesem Tag an der Aktion „Hoffnungsbären“, mit denen Kindern in NOT eine Freude gemacht wird.  Mit ihren Luftballons, die das Frauenhaus an die Kinder verschenkte, betont das Esslinger Frauenhaus, dass Frauen und Kinder ein Recht auf ein gewaltfreies Leben haben. In der Corona-Pandemie hat sich die Situation massiv verschärft:

„Rund 3 Prozent der Frauen in Deutschland wurden in der Zeit der strengen Kontaktbeschränkungen zu Hause Opfer körperlicher Gewalt, 3,6 Prozent wurden von ihrem Partner vergewaltigt. In 6,5 Prozent aller Haushalte wurden Kinder gewalttätig bestraft. Dies zeigt die erste große repräsentative Umfrage zu häuslicher Gewalt während der Corona-Pandemie.“ (Technische Universität München, COVID 19 Forschung)

Das Esslinger Frauenhaus kämpft seit vielen jahren um eine Erhöhung Ihrer Mittel. Gemeinderätin Dilek Toy (FÜR Esslingen) stellte 2021 zum Entwurf des Doppelhaushaltes folgenden Antrag: 

„Die Organisation Frauen helfen Frauen stellen fest, dass die Räumlichkeiten für Frauen in Not in Esslingen völlig unzureichend sind, dass ständig Frauen abgewiesen werden müssen und dass auch eine „Anschlussunterbringung“ der alleinerziehenden Frauen fast unmöglich ist. Auch das ist eine Form der Gewalt gegen Frauen. FÜR Esslingen unterstützt deshalb die Forderung nach einem 2. Frauenhaus in Esslingen. Die Stadt wird beauftragt nach einer geeigneten Immobilie zu suchen und die Finanzierung auch der Personalkosten mit dem Kreis zu klären.“

Es zeugt von wenig Einfühlungsvermögen für die Situation von gewaltbetroffenen Kindern und ihren Müttern, dass dieser Antrag von der Gemeinderatsmehrheit abgelehnt wurde.

Frauenbündnis Esslingen für den Weltfrieden

Artikel in der Zwiebel Ausgabe Kalenderwoche 10-2022

Foto: Conrad

Die Aktion zum Internationalen FRAUENTAG des Esslinger Frauenbündnisses am 8. März in der Bahnhofstraße war vor allem eine Anklage gegen den Krieg in der Ukraine und die grauenhaften Folgen für die Frauen und ihre Kinder. Der Frauenverband Courage machte darauf aufmerksam, dass Gewalt gegen Frauen im Krieg als Waffe eingesetzt wird. „Solidarität International“ und „Die Rotfüchse“ sammelten mit ihrer Popcornmaschine Spenden für das Zusammentreffen von Bergarbeitern aus aller Welt bei der Bergarbeiterkonferenz  im September 2023.  Die MLPD spannte den Bogen der Geschichte der weltweiten Frauenbewegung für Befreiung und gegen Unterdrückung. FÜR Esslingen prangerte den Bankrott des Esslinger sozialen Wohnungsbaus an. Frauen, die in ihren Beziehungen Gewalt erfahren, bleiben bei ihrem Partner, weil sie eine eigene Wohnung nicht finden oder finanzieren können. Jeden 3. Tag wird eine Frau in Deutschland ermordet. Mit ausreichenden Frauenhäusern und Mitteln könnte mancher dieser Morde verhindert werden. Dilek Toy beantragte 2021 im Gemeinderat: 

„Die Organisation Frauen helfen Frauen stellen fest, dass die Räumlichkeiten für Frauen in Not in Esslingen völlig unzureichend sind, dass ständig Frauen abgewiesen werden müssen und dass auch eine Anschlussunterbringung der alleinerziehenden Frauen fast unmöglich ist. FÜR Esslingen unterstützt deshalb die Forderung nach einem 2. Frauenhaus in Esslingen.“  Der Antrag wurde leider abgelehnt.

Aus Anlass des Internationalen Frauentages würdigten die Gemeinderätinnen Dilek Toy und Sigrid Cremer im Namen der Jahreshauptversammlung von FÜR Esslingen den engagierten Einsatz der Frauen des Frauenhauses und Ihre wertvolle Arbeit im Kampf gegen Gewalt an Frauen und Kindern in Esslingen und überreichten im ES eine Spende von 500€. Das Frauenhaus verschenkte an diesem Tag im Rahmen der Aktion „Hoffnungsbären“ an Kinder Luftballons um deutlich zu machen, dass Frauen und Kinder ein Recht auf ein gewaltfreies Leben haben.

Denn mit Beifall-klatschen – so schön das ist – kann man keine Miete bezahlen

Frauen gegen Ungerechtigkeit, Gewalt, Demütigung

Artikel in der Zwiebel-Ausgabe Kalenderwoche 10-2021

Internationaler Frauentag in Esslingen und traditionell veranstaltete das Internationale Frauenbündnis Esslingen eine Aktion auf dem Bahnhofsvorplatz. In den Reden der Vertreterinnen der beteiligten Organisationen Frauenverband Courage, MLPD und von FÜR Esslingen wurden die Auswirkungen der Unterdrückung der Frau in unserer Gesellschaft thematisiert und angeprangert.

Sigrid Cremer – Gemeinderätin von FÜR Esslingen – würdigte den Kampf der Frauen auf der ganzen Welt in ihrer Rede:

„!Weltweit stehen Frauen heute auf, um gemeinsam zu kämpfen. Ein Jahr nach Corona – besser möchte ich sagen, Weltfrauen-, Kinder-, Jugendtag. Die sozialen Aspekte werden so gut wie gar nicht genauer betrachtet in den endlosen Regierungstreffen. Denn es sind doch wieder weltweit die Frauen, die Monate mit den Kindern während des Lockdowns in ihren Wohnungen eingesperrt waren, mit allem, was anfällt: homeoffice, homeschooling, Essen kochen, Haushalt bewältigen, immer noch freundlich bleiben, weil die kleinen Kinder wollen bespasst werden usw.

Ich prangere die Regierung im höchsten Maße an, dass sie sich nur halbherzig um Lösungen für die Familien bemüht hat. Körperliche und psychische Gewalt besonders an Kleinkindern nimmt zu. Kinderärzte, Jugendämter und Gerichte stehen dem hilflos gegenüber. Diese Institutionen sind viel zu unflexibel und reagieren zu langsam, um solche Taten zu verhindern.

Nun gibt es ja scheinbar einen Lichtblick. In Brüssel wird nun endlich ein Gesetz verhandelt, dass Frauen gleichen Lohn für gleiche Arbeit erhalten sollen. Aber dieses Gesetzt gibt es bei uns schon lange und ist löchrig wie Schweizer Käse. Erzieherinnen, Krankenschwestern und Altenpflegerinnen: das sind hochqualifizierte Berufe, die mindestens genauso gut bezahlt werden müssten, wie die Facharbeiter bei Daimler, Audi oder Porsche! Denn mit Beifall-klatschen – so schön das ist – kann man keine Miete bezahlen.
Wir sind die Hälfte der Weltbevölkerung. Schließt euch noch enger zusammen! [Auszüge]

Voller Erfolg – Psychotherapie für Annie genehmigt

Artikel in der „Zwiebel Kalenderwoche 1- 2021

Bildautor: Capri23auto auf Pixabay

Für jeden einzelnen Arztbesuch müssen Flüchtlinge einen Einzelkrankenschein beim Sozialamt beantragen. Für eine fachärztliche Behandlung ist zusätzlich eine Begutachtung durch das Gesundheitsamt nötig. Es kommt dadurch zur Verzögerung der Behandlung. Die entscheidenden Sachbearbeiter*Innen haben in der Regel keine medizinische Ausbildung. So werden Behandlungen vielfach verweigert, was zu einer Verschleppung und Verschlimmerung von Erkrankungen führt. Andere Bundesländer wie Bremen und Hamburg haben eine Gesundheitskarte für alle Geflüchteten eingeführt. Die Grün-Schwarze Landesregierung verweigert Flüchtlingen bis heute diese menschliche Leistung. 

Der Freundeskreis Flüchtlingssolidarität in Solidarität International Esslingen setzte sich für eine psychologische Behandlung einer schwer traumatisierten Flüchtlingsfrau ein. Er veröffentlichte nun folgende  Pressemitteilung:

„Der monatelange Kampf hat sich gelohnt, die Psychotherapie für Annie ist genehmigt. Vielen Dank an alle, die uns unterstützt haben. Das ist ein wichtiger Erfolg gegen die harte Haltung des Landratsamt Esslingen.

Das Landratsamt sagt zum Sinneswandel gegenüber der früheren Begründung „medizinisch nicht indiziert“ kein Wort mehr. Das kann nur dadurch erklärt werden, dass wir nicht locker gelassen haben. Am Internationalen Frauentag, dem Tag gegen Gewalt an Frauen, Montagsdemo haben wir über die Lage der Flüchtlinge informiert. Hartnäckige Briefe des Anwalts und die Solidarität anderer Organisationen trugen ebenfalls dazu bei.

Wir unterstützen unbedingt die Forderung vieler Engagierter nach Räumung der Flüchtlingsunterkünfte!

Besonderer Schutz und sofortige Hilfe für geflohene Frauen!

Weg mit den eingeschränkten Gesundheitsleistungen für Flüchtlinge nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG)! Anerkennung frauenspezifischer Fluchtgründe!“

Tag gegen Gewalt an Frauen 2020

Frauen steht auf!

FÜR Esslingen im Wochenblatt „Zwiebel“ – Kalenderwoche 49

Am vergangenen Samstag fand in der Esslinger Fußgängerzone eine vielbeachtete Aktion des Internationalen Frauenbündnisses Esslingen statt. Die FÜR Gemeinderätin Sigrid Cremer positionierte sich in Ihrem Redebeitrag:

„Jede dritte Frau in Deutschland ist von Gewalt betroffen. Viele Frauen erleben diese an einem Ort, an dem sie sich eigentlich sicher fühlen sollten: im eigenen Zuhause. Mit der Corona-Pandemie und der damit verbundenen sozialen Distanz sowie der häuslichen Enge hat sich die Situation für Frauen, die häuslicher Gewalt ausgesetzt sind, zugespitzt. 14.000 Plätze fehlen bundesweit in Frauenhäusern. Und das obwohl die Bundesregierung der Instanbul-Konvention seit 1. Februar 2018 beigetreten ist. Darin verpflichtet sich Deutschland auf allen staatlichen Ebenen alles dafür zu tun, dass Gewalt gegen Frauen bekämpft, Betroffenen Schutz und Unterstützung geboten und Gewalt verhindert wird. Die Wirklichkeit sieht in Esslingen aber anders aus: Die 8 Plätze im Frauenhaus sind ständig belegt. Immer mehr Frauen müssen abgewiesen werden, weil die Kapazität bei weiten nicht ausreicht.  Dahinter verbirgt sich oft zusätzlich das Problem, dass die Frauen mit ihren Kindern dort viel länger bleiben müssen, weil sie keine bezahlbare Wohnung finden. Oft ist eine Trennung nicht möglich, weil keine bezahlbare Wohnung zu finden ist. Corona hat die Frauen und die dort Arbeitenden enorm belastet, da sie nun auch oft noch verlängerte Kinderbetreuung leisten mussten.

Hier muss von staatlicher Seite viel mehr getan werden: Hilfe und Unterstützung , Aufklärung, Überzeugungsarbeit bereits in der Schule und in Kindergärten. Gewalt gegen Frauen ist nicht „da ist mir halt die Hand ausgerutscht“ – Gewalt gegen Frauen ist ein Verbrechen! Deshalb setzen wir uns im Gemeinderat ein für ein zweites Frauenhaus. Deshalb sind wir für die massive Ausweitung des Baus von Sozialwohnungen! Deshalb ist FÜR solidarisch gegen Gewalt an Frauen.“

Bildautor: Ulrike Mai auf Pixabay

Flagge zeigen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen!

FÜR Esslingen ruft dieses Jahr auf, am Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen aktiv zu werden. 114.903 Frauen wurden laut Bundeskriminalamt 2019 Opfer von Gewalt in Deutschland. Die Zahl steigt unaufhaltsam Jahr für Jahr. 2713 Frauen bezahlten dies mit ihrem Leben. Macht mit bei der Kundgebung des Internationalen Frauenbündnisses Esslingen (Frauenverband Courage e.V., Deutsch-kurdischer Frauenverein Limarin, MLPD, FÜR Esslingen)

Das Internationale Frauenbündnis Esslingen veröffentlichte aus diesem Anlasss folgende Pressemitteilung:

„Flagge zeigen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen!

(Nicht nur) An diesem Tag gehen rund um den Globus viele Tausend auf die Straße, um gegen jegliche Form der Diskriminierung, sowie gegen psychische und körperliche, strukturelle Gewalt gegenüber Frauen und Mädchen zu protestieren und aufzuklären. Mutige Frauen stehen bereits an der Spitze der Proteste wie in Belarus gegen den diktatorischen Präsidenten, gegen die unmenschliche Verschärfung des Abtreibungsrechts in Polen und in Bangladesh gegen Straflosigkeit von Vergewaltigung.

Wir sagen NEIN zu allen Formen der Gewalt aufgrund unseres Geschlechts:

* Wenn ultrarechte Regierungen wie in Polen, Ungarn oder Türkei die erkämpften Rechte der Frauen massiv mit Füßen treten oder die AfD in Deutschland die „Hausfrauenehe“ fordert.

* Wenn in der Corona-Pandemie die Gewalt an Frauen in Deutschland zunimmt ohne ausreichend Plätze in  Frauenhäusern zu schaffen, jede zweite Frau muss abgewiesen werden!

* Wenn Deutschland Drehscheibe der europäischen Prostitution geworden ist.

* Wenn in Deutschland jeden 3. Tag eine Frau durch ihren (Ex-)Partner umgebracht wird.

Lasst uns gemeinsam eine rote Linie ziehen, die nicht überschritten werden darf!

Nein heißt Nein!

Kommt zur Kundgebung des Internationalen Frauenbündnis Esslingen mit Infoständen, offenem Mikrophon. Samstag, den 28. November um 11 Uhr in die Bahnhofstr. vor Karstadt, ES. Redebeiträge, Berichte, Erfahrungen sind ausdrücklich erwünscht. Wir führen die Kundgebung unter Corona-Schutzmaßnahmen durch: Bringt Masken mit, haltet Abstand.“ Select docx file:

* Wenn ultrarechte Regierungen wie in Polen, Ungarn oder Türkei die erkämpften Rechte der Frauen massiv mit Füßen treten oder die AfD in Deutschland die „Hausfrauenehe“ fordert.

* Wenn in der Corona-Pandemie die Gewalt an Frauen in Deutschland zunimmt ohne ausreichend Plätze in  Frauenhäusern zu schaffen, jede zweite Frau muss abgewiesen werden!

* Wenn Deutschland Drehscheibe der europäischen Prostitution geworden ist.

* Wenn in Deutschland jeden 3. Tag eine Frau durch ihren (Ex-)Partner umgebracht wird.

Lasst uns gemeinsam eine rote Linie ziehen, die nicht überschritten werden darf!

Nein heißt Nein!

Kommt zur Kundgebung des Internationalen Frauenbündnis Esslingen mit Infoständen, offenem Mikrophon. Samstag, den 28. November um 11 Uhr in die Bahnhofstr. vor Karstadt, ES. Redebeiträge, Berichte, Erfahrungen sind ausdrücklich erwünscht. Wir führen die Kundgebung unter Corona-Schutzmaßnahmen durch: Bringt Masken mit, haltet Abstand.“