Was tun gegen mögliche Hitzewellen?

Am Montag wird im Gemeinderat über das Thema „Klimafolgenanpassung in den Esslinger Tallagen“ diskutiert. Die Klimaforscher rechnen inzwischen damit, dass die Zahl der Hitzetage in Esslingen auf 65 ansteigt. Das sind mehr als 2 Monate im Jahr mit extremer Hitze. Damit einher gehen zunehmende gesundheitliche Hitzefolgen für die dort lebenden und arbeitenden Menschen. Speziell Risikogruppen wie z.B. sehr junge oder betagte Menschen, chronisch kranke/hilfsbedürftige oder schwer körperlich arbeitende Personen sind für diese gesundheitlichen Folgen besonders anfällig.

Aktuell ist die Pflanzung von 200 Bäumen geplant. Das ist natürlich zu begrüßen. Dafür wird eine Förderzusage des Bundes in Höhe von 2,25 Mio.  erwartet. 750 000€ müssen aus dem städtischen Haushalt bereitgestellt werden. Die Zusage des Bundes ist abhängig vom Haushaltsplan und deshalb noch keineswegs gesichert! Vor allem aber wird die Pflanzung der Bäume allein noch keine wesentliche Linderung der zu erwartenden Hitzewelle bewirken. Notwendig wären die Entsiegelung und Begrünung zahlreicher Flächen in der Stadt. Hier wurden viele Chancen vertan, etwa durch die Bebauung des O-Bus Geländes, des Greut und die Betonwüste Bahnhofsvorplatz.

Das mindeste in dieser Situation ist, dass auf jede weitere Versiegelung von Grünflächen verzichtet wird vor allem auf die Bebauung des VFL-Post Geländes und der anderen Sportplätze; aber auch auf die Bebauung der anderen im Flächennutzungsplan enthaltenen Grünflächen. Genau das wird von den Esslinger Bürgern und von FÜR seit Jahren gefordert. Der Verzicht auf die Bebauung wäre wenigstens eine kleine und zudem völlig kostenlose Klimaschutzmaßnahme. Das muß endlich umgesetzt werden!