Feinstaub, Gießereiabgase, Aluminium

111814_1810_1.jpgMettingen SchildAuf Stuttgart

Gießerei von Daimler sorgt für noch mehr Umweltgifte in Mettingen 

 FÜR Esslingen und AUF Stuttgart laden gemeinsam zu einer Veranstaltung mit diesem Thema ein.

Mit folgenden Fragen wollen wir uns befassen:

– Neue Erkenntnisse zu den Gesundheitsgefahren durch Feinstaub und Aluminium

– Folgen für die Daimler-Kollegen, für Anwohner und Kinder

– „Grenzwerte“ – Wer steckt dahinter?

– Kann man dagegen etwas tun?

Samstag, 5. September um 15 Uhr im Bürgerhaus Mettingen,

Burgunderstr. 6/1, 73733 Esslingen


 

Jetzt erst recht – Nein zum FNP!

Etwa 100 Bürger protestierten am 27.7. vor dem Rathaus gegen die geplante Versiegelung von Ackerland und Streuobstwiesen. Die Esslinger Bauern waren mit 5 Traktoren angerückt; geschmückt mit fantasievollen Protestplakaten.Trotz der breiten Ablehnung des Flächennutzungsplans in der Bevölkerung hat der Gemeinderat in der letzten Sitzung im Grundsatz einer weitgehenden Flächenversiegelung zugestimmt. Das war nur möglich, weil der SPD OB Zieger, gegen die eigene Fraktion mit CDU, FDP und Freien Wählern stimmte. Auch der Antrag von FÜR zur Durchführung eines Bürgerentscheids wurde abgelehnt.

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Dabei hatte der Bürgerdialog auf jeden Fall ein Positives Ergebnis: Die Ablehnung der geplanten massiven Flächenversiegelung ist noch gewachsen!! Bürger und Bürgerinitiativen sind sich einig in der Ablehnung dieses Vorhabens. Im Mittelpunkt stehen nicht Einzelinteressen, sondern die große und berechtigte Sorge um die Erhaltung der Lebensgrundlagen, der Flora und Fauna , die Erhaltung einer lebenswerten Umwelt . Auf den Versammlungen hagelte es Kritik an den Plänen der Stadtverwaltung. Mehrfach berichteten Bürger, dass ihnen der Bau von Gartenhäusern und Pavilions untersagt wurde, weil das die Frischluftschneisen zerstören würde. Jetzt plant die Stadt dort Wohngebiete mit 146 Wohnungen.
Triebkraft für die Bauwut sind nicht die sozialen Belange der Bürger, nicht die Linderung der Wohnungsnot sondern die Befriedigung der Profitgier der Banken und der Bau- und Immobilienwirtschaft.

Deshalb fordert FÜR- Esslingen nach wie vor, dass keine neuen Flächen im Außenbereich und keine Grünflächen im Innenbereich ausgewiesen werden. Einzige Ausnahme im Innenbereich ist der Bau von Sozialwohnungen für kinderreiche, sozial schwache Familien, für Flüchtlinge und für von Altersarmut bedrohte Menschen.


„Die Streuobstwiesen sind unser Regenwald“

Das sagte ein Bürger auf der Bürgerversammlung Hegensberg/Oberesslingen.

Und diese Streuobstwiesen, Ackerflächen, Landschaftsschutzgebiete müssen genauso energisch verteidigt werden, wie das die diesjährige Häckerpreisträgerin aus Brasilien eindrucksvoll unter Beweis stellt.

Die Interessengemeinschaft „Keine neuen Baugebiete in RSKN“ wendet sich gegen die neu ausgewiesenen Bebauungsflächen. Sie schreibt: „Kurzfristige ökonomische Vorteile verpuffen schnell und werden von den Folgekosten, der zuvor begangenen ökologischen Sünden aufgezehrt.“
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In der Stellungnahme des Bürgerausschusses Innenstadt heißt es:
„Gesunde Wohnverhältnisse sind wichtiger als alles andere. Sie sind in der Tallage schon jetzt in Gefahr. Steigen die Durchschnittstemperaturen wesentlich an, und das ist mangels weltweit durchschlagender Klimapolitik unvermeidlich, dann werden Tropennächte und Hitzetage keine vereinzelten, sondern gewöhnliche Vorkommnisse sein. Was schon außerhalb der Stadt große Probleme bereitet, ist in den drei bis vier Grad wärmeren Tallagen unerträglich. Erst Alte und Kranke, später auch Kinder und gesunde Erwachsene werden geschwächt, erkranken oder sterben gar vorzeitig.“
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In der Stellungnahme des Aktionsbündnis Lebenswertes Esslingen , in dem 12 verschiedene Organisationen und Initiativen zusammengeschlossen sind, heißt es: „Rund 92 000 Einwohner zählt Esslingen derzeit, die angestrebten 90 000 sind also überschritten. Zählt man das derzeitige Potential der Innenentwicklung und die laufenden Projekte hinzu, hätten wir Raum für annähernd 95 000 Einwohner. Warum also weiter auf Flächen im Außenbereich setzen?“
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weitere Stellungnahmen zum FNP:
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Das heißt, ein weiteres Zubetonieren von Grünflächen ist absolut unnötig und vor allem aus ökologischer Sicht eine Katastrophe.
Jetzt gemeinsam aktiv werden und einen wirksamen Widerstand organisieren.  
Kundgebung am 27.07. 2015 ab 14.30 Uhr auf dem Rathausplatz!

 

Protest gegen den FNP auf der letzten Stadtteilkonferenz

Die Stadtteilkonferenz zum FNP 2030  am 12.6. entwickelte sich zu einer krachenden Niederlage für Zieger, für die Stadtbürokratie und für das Schlichtungsunternehmen  AGL der Frau Hartz. Schon vor Beginn der Veranstaltung gab es Proteste mit Transparenten, Parolen und einem mit verschiedenen Plakaten geschmückten Traktor (Bild).

Traktor

Vor allem aus RSKN, Hegensberg, Berkheim  und Oberesslingen hagelte es Proteste gegen den „neuen“ Flächennutzungsplan und die darin zur Bebauung ausgewiesenen Grünflächen, Streuobstwiesen, Ackerland und selbst Landschaftsschutzgebiete. Aus dem Publikum gab es keinen einzigen Beitrag der den FNP-Entwurf verteidigt hätte. Mit am meisten Beifall erhielt der angriffslustige Beitrag unseres FÜR Mitglieds Dieter, der auch unseren Antrag auf Bürgerbegehren vorstellte. Bürgerentscheid

Grüne und Linke begrüßen den 600 000 Euro teuren Bürgerdialog und von der im Wahlkampf versprochenen  konsequenten Ablehnung des FNP ist nichts mehr zu hören.   In der Esslinger Zeitung wurden die Proteste der Bürger  mit keinem Wort erwähnt!! 


 

Protest gegen Erhöhung der Kita-Gebühren

FÜR Esslingen protestiert energisch gegen die in der letzten Gemeinderatssitzung beschlossene erneute Erhöhung der Gebühren für Kitas und Kindergärten. Die FÜR Gemeinderätin Dilek Toy begründete die Ablehnung wie folgt:

„Durch die Erhöhung des Anteils der Elternentgelte am Gesamtfinanzierungsaufwand soll eine Haushaltsverbesserung erreicht werden. Durch die Erhöhung des Entgeltes und des Essensgeldes kommen 2016 nur 360. 000€ zusätzlich in die Stadtkasse.

Besonders für die Eltern von Kindern unter 3 Jahren sind die drei Erhöhungen von 2013, 2014 und 2015 auf insgesamt 50% nicht nachvollziehbar.

Insgesamt geht FÜR Esslingen davon aus, dass Kinderbetreuung und Bildung eine Aufgabe der ganzen Gesellschaft sind und für die Eltern kostenlos sein müssen.

Groß wird überall über den Rückgang der Geburtenrate geklagt. Die Ursache sind immer höhere Belastungen für die Familien und besonders für die Frauen. Bekanntermaßen ist Kinderreichtum in Deutschland eine Armutsursache. Eine solche Politik darf nicht fortgesetzt werden. Die Stadt Esslingen, jede Kommune muss dem entgegentreten. In diesem Sinne war ja auch unser Vorschlag sehr familienfreundlich, mit der Firma Daimler erst mal über einen Verzicht zu sprechen bevor man 17,5 Millionen aus der Stadtkasse überweist.

Natürlich kann man immer auf fehlende Gelder hinweisen. In diesem Fall ist aber als erstes vom Bund die Einhaltung des Konnexitätsprinzips zu fordern. Das heißt: Wer ein Gesetz  beschließt, wie z.B. zur U-3-Betreuung, ist auch für die Finanzierung verantwortlich.

Im gleichen Atemzug möchte ich hier meine Anerkennung für die  Streiks der Erzieherinnen und sonstigen Angestellten der sozialen Dienste aussprechen. Ihre Gehälter sind viel zu niedrig – trotz vierjähriger anspruchsvoller Ausbildung. Das führt bereits zu einem Mangel an Erziehern. Die Erhöhung ihrer Gehälter darf nicht gegen die Eltern ausgespielt werden, sondern notwendig ist eine Gemeindefinanzreform und ein Schuldenschnitt für die Kommunen.“

Übrigens: Ein Antrag der SPD-Fraktion, der die aktuelle Gebührenerhöhung für die U3 – Betreuung abmildern  wollte, wurde mit der Stimme des SPD-OB Zieger gegen die eigene Fraktion zu Fall gebracht.