Teilerfolg der Initiative Lebenswerte Pliensauvorstadt

Zieger stellt Logistikzentrum in Frage

Die Bürger in der Pliensauvorstadt, die sich gegen die Pläne für ein Logistikzentrum der Firma Daimler an der B 10 wehren, können einen ersten Erfolg verbuchen. Oberbürgermeister Jürgen Zieger hat gegenüber der EZ erklärt, das Vorhaben sei überdimensioniert. Es könne in dieser Größe nicht genehmigt werden. Weil das Logistikzentrum für das Daimler-Werk in Untertürkheim bestimmt ist, drängt er den Konzern, in der Landeshauptstadt einen geeigneten Standort zu suchen.

Der Artikel ist unter folgendem Link zu lesen:

https://www.esslinger-zeitung.de/lokal/esslingen/esslingen/Artikel1214780.cfm


 

Logistikzentrum in der Pliensauvorstadt ??

Aktuell plant Daimler ein Logistikzentrum in der Pliensauvorstadt, auf dem ehemaligen Danfoss Gelände. Bei Umsetzung dieser Planung würde mindestens alle 8 Minuten ein LKW durch das Wohngebiet fahren – vorbei an Schulen und Kindergärten. Für die Anwohner bedeutet das erhöhten Lärm, Abgase, Unfallgefahr und Unmengen von Feinstaub.

FÜR Esslingen fordert: Diese Pläne müssen vom Tisch !

Stattdessen sollte Daimler seine Gleisanschlüsse nutzen. Der Güterverkehr muss wieder auf die Schiene verlagert werden. Das Logistik-Zentrum darf nicht ausgegliedert werden, sondern  gehört auf das riesige Daimler-Gelände in Untertürkheim, Mettingen oder Hedelfingen mit Daimler-Beschäftigten, die entsprechend bezahlt werden.

FÜR Esslingen unterstützt die Anliegen und Forderungen der Menschen in der Pliensauvorstadt !

FÜR Esslingen wendet sich in diesem Brief auch an die Belegschaft der Daimler-AG in Mettingen und fordert sie auf, sich den Protesten anzuschließen.


 

Dicke Luft in Esslingen

Mit dem Umbau des Bahnhofsvorplatzes ist auch die Anzeigentafel für die Messwerte von Staub und Luftschadstoffen, die allerdings schon lange nicht mehr in Betrieb war, endgültig verschwunden.  Vor kurzem stand in der Presse, dass am Neckartor in Stuttgart  bereits 51-mal die zulässigen Höchstwerte für Feinstaub überschritten wurden. Das ist  bundesweiter  Rekord.  Das Bundesumweltamt geht davon aus, dass in Deutschland jährlich über 47 000 Menschen  an den Folgen der Feinstaubbelastung  sterben, und  es ist deshalb der Meinung, dass die EU Grenzwerte für Feinstaub viel zu hoch angesetzt sind. (EZ 23.7.14)  Bei den letzten Messungen in Esslingen vor einigen Jahren lagen die Werte  z.B. in der Grabbrunnenstraße knapp unter den Grenzwerten.

FÜR Esslingen fordert deshalb eine kontinuierliche Schadstoff- und Feinstaubmessung in Esslingen. Das gilt besonders auch für Mettingen. Allein die Firma  Daimler setzte  im Werk 10 im Jahr 2013 nach eigenen Angaben 33 Tonnen Staub in die Umgebung frei ; 10 Prozent mehr als 2012. Dazu kommen die Gießereiabgase, die nach wie vor eine ständige Geruchsbelästigung und Gesundheitsgefährdung darstellen. Man muss davon ausgehen, dass sowohl beim Grauguss als auch beim Aluminiumguss  mit organischen Bindern zahlreiche gesundheitsschädliche und krebserzeugende Stoffe freigesetzt werden. Beim Einsatz von anorganischen Bindern könnte die Schadstoffemission um 97 bis 99 % verringert werden.   Mit über 200 Unterschriften von Mettinger Bürgern wird  die Fa. Daimler  aufgefordert, unverzüglich solche geeigneten Maßnahmen zur Luftreinhaltung zu ergreifen.


 

Sanieren statt Planieren!

FÜR Esslingen lehnt den geplanten Abriss des Hochschulgebäudes auf der Flandernhöhe ab. Mit dem Abbruch würden nicht nur das Gebäude selbst, sondern auch ein Hallenbad, eine Turmhalle, ein kleines Amphitheater und eine wunderschöne Grünfläche zerstört. Es ist ein Unding, dass ein öffentliches Gebäude bereits nach 40 Jahren abgerissen werden soll. Dabei werden, um öffentliche Akzeptanz zu erreichen die Sanierungskosten hochgerechnet und die Kosten für den Neubau  kleingerechnet. (Das einzige stichhaltige Argument ist das undichte Flachdach, das sofort repariert werden muss, das aber bei weitem keine 74 Millionen kosten würde.) Das ist, wie schon beim Zentrum Zell, Zerstörung von öffentlichem Eigentum durch eine Politik der bewussten Verwahrlosung statt der kontinuierlichen Pflege und Sanierung. Sanieren statt Planieren! weiterlesen

Reisebericht von Mesopotamien

3 FÜR – Mitglieder berichten von ihrer Reise nach Mesopotamien:

People-to-People-Reise zur „Wiege der Menschheit“

und mitten ins Leben Kurdistans in der Südosttürkei

11 Reisende aus Deutschland, 2 Begleiter vom Umwelt- und  vom Tourismusverein aus Batman und manchmal auch noch deren Familien nahmen an der 8-tätigen Reise teil.

Von Anfang an waren wir fasziniert vom Reichtum dieser 10 000 und mehr Jahre alten Kultur, der wir überall begegneten. Riesig erfreute und erfrischte uns der enge, freundschaftliche Kontakt mit Gewerkschaftern, Bauern, Umweltschützern, Frauenaktivisten, Verteidigern des Kulturerbes von Hasankeyf, bis hin zu den uns warmherzig-hilfsbereit aufnehmenden Badenden im heißen Schwefelbad in Ilisu, am Ilisu-Staudamm.  Reisebericht von Mesopotamien weiterlesen